Fazit Südschweden 2025

3 Wochen und 3 Tag war ich unterwegs. Es war nicht der eigentliche klassische Schweden Urlaub, der geht an einen See in die Einsamkeit. Das ist aber nicht mein Ding. Ich brauche ein bisschen Leben um mich herum, muss ein paar Highlights mit dem E-Bike erkunden und ab und an schön Essen gehen können.

Die Anfahrt mit der Fähre von Travemünde nach Trelleborg geht relativ schnell, nach 9 Stunden war ich in Schweden. Die Überfahrt dauert aber irgendwie ewig und ist total stink langweilig, man kann nichts auf der Fähre machen. Das Essen ist grottenschlecht und dösen in einem zwar bequemen Sessel geht nur bedingt, da ist immer dieses nervige Dröhnen der Antriebsmaschinen und der Lüftungsanlage.
Und was mir dann eigentlich gefehlt hat, ich war sofort da, es fehlte einfach die Anfahrt über Dänemark, ich bin nie richtig angekommen, ein richtiges Schweden Feeling kam nie auf.

Fahrradfahren in Schweden ist einfach nur entspannt, insbesondere in Malmö machte das Radeln richtig Spaß. Überall gut ausgebaute Radwege mit einer sinnvollen Verkehrsführung, fast immer getrennt vom Kraftfahrzeugverkehr, dazu die vorbildliche Rücksichtnahme der Schwedischen Autofahrer.

Ein Highlight war das Naturschutzgebiet Kullaberg bei Mölle, mit der Silbergrotte und das freie Königreich Ladonia, beide nicht ganz einfach zu erreichen, aber das klettern hat sich gelohnt, einfach nur krass.
Und ein weiteres die Schäreninsel Fotö. Es war herrlich stundenlang auf den Felsen herum zu laufen.

Mittsommer zu erleben war beeindruckend, tagsüber ein großes Familientreffen, das Highlight der Tanz um den Mittsommerbaum. Abends dann im Wesentlichen ein großes Besäufnis.

In Schweden essen gehen ist recht teuer, die Burger sind unterdurchschnittlich und alles andere, was ich probiert habe, war auch nicht doll und recht schlicht zubereitet und die Portionen immer recht schmal.
Und ganz schlimm ist das teuere Schwedische Bier. Entweder ist es mit irgendwelchen Süßstoffe gepanscht oder einfach nur Ballerbier zum dun saufen. Weizenbier gibt’s nur als Import aus Deutschland, total überteuert.
In Dänemark ist es nicht viel billiger, aber das Essen ist wesentlich besser und das Bier viel geschmackvoller.

Auf den Stell- und Campingplätzen wurde es zunehmend voller, ohne vorherige Reservierung war fast kein Platz mehr zu bekommen. Fast alle Plätze kann man übers Internet buchen, zum Teil aber nur noch mit dem Schwedischen Zahlungssystem „Swish“, damit sind die Schweden auf einigen Plätzen unter sich.
Ein einfach drauf los fahren und stehen bleiben wo’s schön ist, ging zu dieser Zeit nicht mehr. Mittsommer waren fast alle Campingplätze ausgebucht und doppelt so teuer wie in der Hochsaison. In Dänemark wurde es entspannter, ein drauflos fahren ging hier wieder.
Dadurch das ich alleine unterwegs war, habe ich auf vielen Campingplätzen weniger bezahlt als auf Stellplätzen.

Die letzte Woche in Dänemark hat mir besser gefallen, sie war hyggeliger.