Dänemark 2022

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Dienstag, 07.06.2022

Es ist bedeckt und regnerisch – erst zum Wochenende soll es besser werden! Macht nix, wir müssen los, Richtung Dänemark. Erster Stopp: Annies Kiosk, der Kultimbiss in Sønderhav direkt an der Flensburger Förde. Leider gibt’s keine Hotdogs mehr, die wurden über Pfingsten alle vertilgt! Und die Burger waren nicht so gut, 4-. Zum Glück haben wir was für die Verdauung mit!

10 km weiter in Gravenstein gibt es einen kleinen Stellplatz mit 5 Plätzen im Yachthafen. Der Platz ist ganz nett, aber das Drumherum nicht. Der Yachthafen liegt mitten in einem großen Industriegebiet und der kleine Ort macht einen trübseligen Eindruck. Also weiter nach Apenrade (Aabenraa), da waren wir bei unserem letzten Dänemark Besuch schon einmal. Der Stellplatz beim Segelclub ist super, mit Blick aufs Wasser. Eingecheckt und bezahlt wird einfach mit dem Smartphone – in Deutschland undenkbar!

Mittwoch, 08.06.2022

Frische Brötchen sollte es geben. Also hab ich bei Google Maps eine Bäckerei rausgesucht, die einzige, die schon um 06:00 Uhr auf hat. Rauf aufs Rad und los. Es ist eine Drive In Bäckerei mit mehreren Schaltern und einer langen Autoschlange – das gibt’s auch nur in Dänemark!!!

Auf dem Weg nach Apenrade haben wir überall gelbe Fahrräder gesehen. Das sind Hinweise auf die Streckenführung der Tour de France, die hier Anfang Juli in Dänemark startet. Und auch am Stellplatz in Apenrade steht ein Hinweis.

Wir wollen weiter nach Kolding. In Hadersleben schauen wir uns den Stellplatz an. Er liegt am Stadtrand im Yachthafen, nicht schlecht!

Aber weiter. Auch in Kolding liegt der Stell­platz im Yachthafen, aber nicht so schön. Und auch die Stadt ist uns zu groß und wuselig!

Es geht weiter nach Vejle, dort gibt es am Stadtrand einen Camping­platz. Auch Vejle ist uns zu groß, außerdem liegt der Camping­platz auf einem Berg in einem düsteren Wald.
Weiter nach Juelsminde, hier gibt es im Ort sowohl einen Stell- als auch einen Campingplatz. Der kleine Ort gefällt uns, es ist zwar ein reines Touri-Örtchen, aber es ist noch nicht viel los. Und auch der Stell­platz direkt im Yachthafen gefällt uns.

Und dann gibt’s gleich am Hafen Smørrebrød bei Møllers – lecker, eine glatte 2!

Donnerstag, 09.06.2022

Es geht wieder auf einen Stell­platz im Yachthafen, diesmal in Ebeltoft.

Nach dem Ankommenskäffchen und -Bierchen geht’s in die Kopfsteinpflaster Gässchen der hübschen Altstadt.

Essen gibt’s im Kjøbstaden, Moules Pommes und Kjøbstadens Burger, lecker, eine glatte 2.

Und im Hafen noch einen Cappuc­cino bei Apelgrens.

Für morgen habe ich auf dem Campingplatz Mariager Camping gebucht.

Freitag, 10.06.2022

Der Camping­platz in Mariager liegt direkt am Fjord, und wir stehen in der ersten Reihe, Super!
Heute nur Bierchen, Käff­chen, Grillen und faulenzen.

Samstag, 11.06.2022

Es geht in den Ort, klein und gemütlich!

Zum Mittagessen wollten wir eigentlich in den Postgaarden, die Nr. 1 am Ort. Geschlossene Gesellschaft, eine Hochzeit. Also Einkaufen bei Super Brugsen und dann leider wieder grillen 🙂👍

Sonntag, 12.06.2022

Heute und morgen soll es stürmen. Also fahren wir noch nicht nach Skagen, sondern legen noch einen Zwischenstop in Frederikshavn ein. Auf dem Weg dorthin, schauen wir uns noch den Stell­platz in Sæby an. Er liegt mit einer tollen Aussicht im Hafen, aber auf Teer!
Auch der Stellplatz am Palmenstrand in Frederikshaven gefällt uns nicht, er ist sehr klein und beengt, also nehmen wir den im Süden an der Marina. Wir stehen direkt am Wasser mit einem super Blick auf den Yacht- und Fähr­hafen.

Gleich nebenan am Yachthafen ist das Restaurant NerD. Die Moules frites mit einer leichten Ingwer Note und die Stjerneskud (Sternschnuppen mit gebratenen Fischfilets, handgeschälten Garnelen, Brot und hausgemachtem Dressing) waren sehr lecker, alles eine 2.

Danach geht’s in die City. Es ist Sonntag, alle Geschäfte haben zu und fast alle Restaurants ebenfalls. Es ist überall tote Hose!

Montag, 13.06.2022

Die Morgensonne weckt uns!

Ich muss tanken. Es gibt nirgends mehr bemannte Tankstellen, nur noch mit Automaten. Aber total easy: Karte einführen, Geheimzahl eintippen, Pumpe (Zapfsäule) wählen, Ok drücken und tanken. Der entsprechende Geldbetrag wird dann abgebucht!
Auf dem Weg nach Skagen kaufen wir noch ein, heute wird gekocht. Der Campingplatz Poul Eeg ist riesig, aber in viele verwinkelte Parzellen unterteilt. Wir haben eine kuschelige Ecke.

Nachmittags erkunden wir die City. Eine größere Tour machen wir noch nicht, es ist einfach zu windig.

Dienstag, 14.06.2022

Heute morgen geht’s nach Grenen, dem nördlichsten Zipfel von Dänemark, wo Nord- und Ostsee zusammen stoßen. Mit dem Rad fahren wir bis zum Parkplatz Grenen und von dort mit dem Sandwurm, einem Treckergespann, zur Spitze.

Nach einer kurzen Pause am Womo geht’s dann zur versandeten Kirche St. Laurentii, südwestlich von Skagen in den Dünen.

Und danach gibt’s was zur Stärkung.

Morgen wollen wir weiter an der Nordsee entlang, langsam wieder zurück.

Mittwoch, 15.06.2022

Wir landen in Lønstrup und fahren erstmal durch die engen Gassen des kleinen Örtchens. Der erste Eindruck ist gut, ein beschauliches Fischerdorf. Und auch der Campingplatz macht einen netten Eindruck, schlicht, sauber und übersichtlich, wie wir es mögen.

Zum Mittag gehen wir ins Restaurant Lido mitten im Ort. Es war gut besucht, insbesondere von Dänen. Deshalb haben wir uns verleiten lassen dort zu essen. Skeptisch wurden wir bei der umfangreichen Speisekarte, es gab irgendwie alles. Wir haben leider trotzdem bestellt, Fisch & Chips und einen Burger. Es roch nach schlechtem Fett und so schmeckte es auch. Im Weißbier schwammen Flocken und es schmeckte säuerlich. Igitt, eine glatte 6!!!
Der Ort entpuppte sich beim abradeln als reine Touristen Hochburg. Und das überall angepriesene Kunsthandwerk in den etlichen Galerien ist überwiegend Touri-Neppes. Schade!!!

Eigentlich wollten wir länger bleiben, aber morgen geht’s weiter. Deshalb bin ich dann noch zum Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr, der vor ein paar Jahren um 70 m ins Landesinnere verschoben wurde, geradelt. Sabine ist nicht mit, und das war auch gut so. Der Weg dort hin und der Aufstieg in den Dünen ist bei Windstärke 8 bis 9 nicht ganz unbeschwerlich.

Donnerstag, 16.06.2022

In Løkken geht’s kurz an den Strand. Hier waren wir mal als Jugendliche mit Freunden zum zelten.

Wir stehen wieder an einem Yachthafen, direkt am Limfjord in Nibe – einfach schön 🙂

Gleich nebenan im Yachthafen ist ein tolles Café, Guf & Kugler. Es gibt 4 verschiedene Hot Dog und Eis in einer selbstgemachten Waffeltüte. Wir essen das klassische Hot Dog und das mit Huhn, super lecker!

Zur Verdauung radeln wir eine Runde durch die Stadt und dann gibt’s zu Belohnung bei Guf & Kugler Eis, auch total lecker!

Im Hafen sind Kiddys dabei Krabben zu fangen, entweder mit einem Ketscher oder mit einer selbstgebastelten Angel mit einer Klammer am Ende, in der ein Stück Wurst geklemmt ist.

Gegen Abend kommen Jugendliche mit ihren Mopeds und hören Bum Bum Musik. Mal sehen, wie lange das geht!

Freitag, 17.06.2022

Die Moped Jugend gestern Abend blieb ruhig. Erst spielten sie Fußball, dann mit Wurfhölzern Kubb und dann gerieten sie in Streit und verließen den Platz. Der Sonnuntergang war toll!

Das Wetter soll heute durchwachsen werden, nachmittags auch regnen. Daher wollen wir uns am Limfjord mehrere Stellplätze an Yachthäfen ansehen.
1. Station: Hjarbæk. Die Lage ist sensationell, der Ort sehr klein, uns schon fast zu klein, im Restaurant nebenan wurden gerade Vorbereitungen für eine große Veranstaltung getroffen (das geht garnich).

2. Station: Skive. Schlichte Parkboxen auf Beton. Der Ort recht groß. Nebenan ein Industriehafen. Nö, die bisherigen Plätze waren hübscher.

3. Station: Handbjerg Marina. Eine künstlich in den Fjord aufgeschüttete Anlage. Rechte Mole Badestrand mit Gastronomie, in der Mitte der Yachthafen, linke Mole Parkplätze und am Ende Stellplätze für Womos. Im Sommer bestimmt super, jetzt noch alles leer.

4. Station: Struer. Hübsche Plätze an der Marina. Nebenan mehrere Restaurants und Fun-Park. Dahinter der Stadtteil Holstebro-Struer, mit Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten. Hier bleiben wir.

Essen gibt’s im Restaurant Ved Fjorden, Moules und Frites, sehr lecker!

Der Stellplatz füllt sich zunehmend, am späten Nachmittag ist er voll. Morgen soll das Wetter wieder besser sein, dann geht’s Richtung Nordsee.

Samstag, 18.06.2022

Es geht an die Nordsee, nach Hvide Sande. Vorher schauen wir uns noch den Stell­platz am Yachthafen in Ringkøbing an. Sehr schön und kurzer Weg in die Altstadt.

Wir wollen in die Dünen. Auf dem Campingplatz Nørre Lyngvig Camping gibt es Plätze auf Wiesen und im flacheren Dünenbereich. Mitten in die Dünen kann man auch stehen, aber überwiegend nur mit Bullis bzw. Allradfahrzeugen. Den Stell­platz kann man frei wählen. Beim Einchecken sagt der junge Mann, dass wir schon mal hier waren. War das damals mit den Kids, als die beiden älteren mit einer Freundin auf einem Reiterhof waren?!
Wir finden einen tollen Platz. Und nach dem Abrötern kommt auch die Sonne raus. Was will man mehr, einfach nur schön.

Und dann schon wieder grillen 🙂
Und eine Siesta!!!

Der Strand ist gigantisch, man muss nur über die hohe Düne!

Sonntag, 19.06.2022

Eigentlich sollte es mit dem Fahrrad nach Hvide Sande gehen, aber irgendwie haben wir Lust auf nix tun und die Ruhe in den Dünen genießen.
Und schon wieder …

Am späten Nachmittag musste ich dann doch noch mal los.

Morgen geht’s Richtung Heimat, wahrscheinlich mit einem Zwischenstop in Tønder, mal sehen.

Montag, 20.06.2022

In Tønder soll’s regnen. Also geht’s heute nach Hause, mit Zwischenstop in Schleswig bei Odins: Gallowaysauerfleisch und Wickingerpizza mit Pulled Beef, oberlecker!

Fazit unserer 14tägigen Dänemark Tour

Covid:

Es war komisch und dauerte ein paar Tage, bis wir uns dran gewöhnt hatten: Einkaufen und ins Restaurant ohne Maske! Aber es geht, die Dänen sind rücksichtsvoll, vorsichtig und halten überall Abstand. Und in den Geschäften und Restaurants sind überall Lüftungsanlagen an den Decken installiert, und die Impfquote liegt bei nahezu 100%.
Gerade wieder zu Hause warte ich draußen vorm kleinen Bäckerladen, weil schon 3 Kunden drinnen sind, da drängeln sich zwei an mir vorbei und gehen auch noch rein. So wird das nie was!

Stellplätze:

Überall an den Yachthäfen gibt es Stellplätze, in toller Lage und zentral, Strom und Duschen der Hafen Anlagen kann mit benutzt werden. Wir haben zwischen 150 und 190 DKK (20,- bis 25,- €) bezahlt.
Wir waren ja in der Nebensaison unterwegs und haben immer einen Platz in der ersten Reihe bekommen. Die Campingplätze waren max. halb voll.
Die Stellplätze werden am Automaten mit Karte bezahlt, manchmal auch im Internet auf der Website. Alles sehr einfach und komfortabel. Die Campingplätze kann man im Internet vorher buchen. Man sucht sich einen Platz aus und bezahlt. Die Preise liegen zwischen 30,- bis 40,- €, alles inklusive, in der Regel mit sehr gutem WLAN.

Essen:

Das Einkaufen ist teurer, insbesondere Süßigkeiten – ein normales Glas Nutella kostet 8,- €! Dafür ist in der Regel die Qualität bei Gemüse und Fleisch besser, allerdings ist alles in Plastik verpackt und verschweißt.
Wir sind viel Essen gegangen, auch das ist teuer, für uns zwei zwischen 50,- bis 60,- €, immer schmackhaft und in toller Qualität. Nur einmal gab es Touri-Pampe, hatte auch nur 40,- € gekostet.

Verkehr:

Die Straßen sind viel leerer und top in Schuss, das Fahren einfach entspannt und stressfrei. Die Dänen fahren rücksichtsvoll und vorausschauend, aber zügig. Außerhalb geschlossener Ortschaften gilt 80 und alle fahren auch 80, auch Lkw, kein Drängeln und wildes Überholen. Laut Navi sind wir sogar schneller vorangekommen, als auf ähnlichen Strecken in Deutschland.
Die Benzinpreise sind höher, als wir dort waren lag Diesel zwischen 2,26 und 2,28 €. Die Preise verändern sich nur einmal am Tag und sind überall im ganzen Land und bei allen Marken gleich.
Tankstellen mit Personal gibt es fast keine mehr. Das Tanken mittels Automaten ist einfach: Karte rein, Zapfsäule (Pumpe) wählen, OK drücken, Karte entnehmen und tanken. Die gezapfte Menge wird abgebucht.
Es gibt recht viele Elektroautos, wie viele im Vergleich zu Deutschland ist schwierig zu sagen, sie sind nicht erkennbar, nur beim Ein- und Ausparken zu hören bzw. nicht zu hören. Auf den Campingplätzen gibt es Ladesäulen und extra Plätze für E-Autos.

Wir fahren wieder hin, dann auf die Inseln!


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