Bretagne 2006

mit Horst und Thorsten

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Samstag 02.09.2006 – Abfahrt 15:15 Uhr

Kommen bis Ladbergen, es ist 19:00 Uhr. Stehen hinterm Rathaus, ganz nett. Leider ein Jugend­zentrum in der Nähe und dort steigt eine Fete. Neben uns feiern Jugend­liche mit Alkohol, ist wohl auf der anderen Fete nicht erlaubt. Gehen in den kleinen Ort, suchen ein Restau­rant und finden eine Pizzeria. Preise sehr gut, Pizza ab 5,- €. Sie schmecken wirklich gut, eine 2, die Einrich­tung eine glatte 5. Danach noch fast eine Flasche Averna gelenzt und schlafen.

Sonntag 03.09.2006

Wir sind früh wach, holen Brötchen und los. Es ist sehr windig, bewölkt und ab und zu Regen. Wir fahren lange, bis wir gegen 19:30 Uhr in Berck ankommen. Unterwegs geht das Dach­fenster überm Bett von alleine auf, das war nicht witzig. Erstmal rauf auf einen Rast­platz und Fenster verzurrt. In Berck lange nach einem Camping­platz gesucht, entweder zu, scheinbar, weil Typ saß im Büro oder man wollte uns nicht. Dann verzweifelt eine noch offene Tank­stelle gesucht. In Berck gab es zwar welche aber entweder zu oder man braucht eine spezielle Karte. So ein Sch…!
Also mit fast leerem Tank in den nächsten Ort zurück nach Le Touquet-Paris-Plage. Zwischen­durch fing Sandra an zu zicken, blöde Kuh. Hängte sich 2x auf, war kurz davor aus dem Fenster zu fliegen. Glück gehabt, gleich eine Tank­stelle gefunden. Dann einen Platz zum stehen gesucht, alles abgesperrt bis auf einen Camping­platz am Ortsaus­gang. Eigentlich hatte er seine Pforten schon zu, war ja auch schon 21:00 Uhr, aber Thorsten konnte Madame über­zeugen, Merci. Also rauf, Tische und Stühle raus und erstmal ordentlich futtern. Waren alle 4 müde und kaputt.

Montag 04.09.2006

Heute hat Katrin Geburtstag. Früh los, das Wetter meint es gut mit uns. Vorher besprochen wohin es gehen soll. Sandra durfte wieder ran, 4 Std. bis zum Le Mont-Saint-Michel, das ist akzeptabel. Also Los! Auch gut durchge­kommen, auf den Auto­bahnen nicht viel los. Zwar viel Maut, 32,- €, aber über Land­straße wären die 450 km endlos gewesen. Um 15:15 Uhr dort ange­kommen, ist strahlender Sonnen­schein. Von Weitem war die Silhouette des Kloster­bergs schon zu sehen. Wahnsinn, was die Menschen früher auf sich nahmen, um so etwas zu erschaffen. So etwas beeindruck­endes habe ich lange nicht gesehen. Der Camping­platz ist schön, 1 km vom Ort, kleine Geschäfte und Restau­rants vor Ort. Bekamen 2 schöne Plätze, einer hätte es auch getan, sind sehr groß. Ankommen und Kaffee kochen. Dann ein wenig frisch machen, einkaufen und eine Kleinig­keit essen, Croissants und Baguette. Dann haben wir uns auf den Weg zum Mont Saint-Michel gemacht. Immer am Damm entlang ca. 1,5 km. Je näher man kommt, umso gigan­tischer wird der Felsen mit dem Kloster. Durch einen Torbogen geht’s ins Innere, steiler enger Anstieg durch eine Gasse mit lauter Souvenir­läden und Restau­rants. Gut, dass es schon so spät war, und die meisten Touristen schon weg waren. Dann sind wir auf der Stadt­mauer spaziert, herrliche Aussicht, es war Ebbe. Auf dem Rückweg stellten wir fest, dass wir keine Zigaretten mehr haben und hier im Ort gab es nirgends einen Tabaco, so ein Pech! Erst im nächsten 2 km weiter, also sparsam sein. Waren dann auf dem Platz Essen, Muscheln. War ok, hat geschmeckt, haben wir aber alle schon mal besser gehabt, also eine 4. Dann vorm Womo sitzen und klönen.

Dienstag 05.09.2006

Lange und ausgiebig gefrühstückt. Erst ist es bewölkt, dann ziemlich heiß. Axel und ich sind in den nächsten Ort geradelt und haben dort den nächsten Zigaretten­laden leer gekauft. Es ist schön zu erleben, wie viel es ausmacht, wenn man ein paar Brocken Franzö­sisch kann und sich bemüht. Die Menschen begegnen einem gleich viel freund­licher und aufgeschlos­sener. Zurück erst einmal ausgiebig Schönheits­pflege betrieben. Dann Womo-Tagebuch schreiben.
Bevor es zum Mont geht, erstmal Einkauf fürs Abend­essen. Es gibt Bratwürstchen, Salat, gebratene Zwiebeln mit Pilzen und Baguette. Dann wieder los, die Sonne brennt und es ist anstrengend, kein Windhauch. Heute gegen 14:30 Uhr ist viel mehr los, die Menschen drängeln sich durch die engen Gassen zum Kloster hoch. Was für eine Menge Treppen, ich komme ganz schön ins Schwitzen. Aber es lohnt sich, auf den Terrassen ein herrlicher Ausblich, und wieder Ebbe, Schade! Auch der Rückweg ist anstren­gend, was mich durch­halten lässt, ist der Gedanke an einen Kaffee vorm Restaurant. Ganz schön heftig, 15,20 € für 4 Café au lait. Nach dem Duschen faul sein und lesen. Später kochen wir zusammen. Menüfolge: Bratwurst an Zwiebel-Pilz-Ragout, auf einem Blatt von Salat, dazu frisches Baguette, war eine glatte 2+. Dann lecker Cidre und reden bis 23:30 Uhr.

Mittwoch 06.09.2006

Während des Frühstücks beratschlagen wir wohin, Saint Malo oder Dinan? Wir beschließen in Saint-Malo den Campingplatz zu suchen, den der Camping­führer beschreibt. Kurze Anreise, ca. 50 km. Sandra ist etwas verwirrt, weil ein Kreisel gesperrt ist, sie will immer wieder dahin. Wir drehen und fahren Richtung Centro. Auf dem Weg dahin, sehen wir ein Hinweis­schild auf einen Camping­platz und folgen diesem. Wir haben es nett getroffen. Camping Alet, oberhalb des Hafens. Bekommen 2 schöne Plätze nebeneinander, schönes Gelände mit viel Grün. Abrötern, Kaffee und Bierchen.

Dann ab in die Altstadt, immer am Hafenbecken entlang. Die Sonne meint es gut mit uns. Bummeln durch die Straßen und Geschäfte, Dann rauf auf die Stadt­mauer, diese zieht sich um die ganze Altstadt. Zwischen­durch Kirchen besichtigt und Crêpes gegessen, und immer wieder nach einem Restau­rant Ausschau gehalten. Zurück zur Mauer und an den Strand, es ist Ebbe, ein Bisschen Laufen und Muscheln sammeln. Dann haben wir alle Hunger. Wir werden fündig und bestellen Menü für 13,50 €. War eine 3 – 4, wir wurden satt. Auf dem Rückweg habe ich ein tolles Geschäft entdeckt, muss ich morgen nochmal hin, für Maren ein Obst­besteck und für mich ein Salat­besteck. Am Womo dann Cidre und Cassis.

Donnerstag 07.09.2006

Lange gefrühstückt, Axel hat frisches Baguette geholt, er ist mit dem Rad los und hat einen kleinen Supermarkt in der Nähe gefunden. Danach faul sein. Später die großen Befestigungs­anlagen und Bunker aus dem 2. Weltkrieg neben dem Platz besichtigt. Es ist schon erschreckend, was die Deutsche Wehrmacht sich da geleistet hat, hat so vielen Menschen das Leben gekostet. Dann an den Hafen und in die City und Besteck kaufen. Diesmal länger am Strand geschlen­dert und viele schöne Muscheln gesammelt. Es war mal wieder Ebbe. Einige waren mit Eimer und Grabwerk­zeugen unterwegs, sie sammeln Jakobs­muscheln. Auf dem Rückweg noch in den kleinen Supermarkt, Salat, Spaghetti, Knoblauch, Avocados fürs Abendessen, lecker. Morgen geht’s weiter.

Freitag 08.09.2006

Frühstück und los Richtung Dinan. Sind nur ca. 50 km, das ist ein Klacks. Der Camping­platz ist gut zu finden, aber leider bis 16:00 Uhr Mittags­pause! Also zurück, in der City parken und bummeln. Erinnert uns vom Baustil her an Colmar, viele kleine Gassen mit alten Fachwerk­häusern, Läden, Restau­rants und Cafés. Finden eine nette Crêperie und trinken einen Kaffee. Dann trennen sich unsere Wege, Horst und Thorsten besuchen eine Ausstel­lung, wir erkunden die Stadt. Auch mal ganz schön. Um 16:00 Uhr treffen wir uns an den Womos und fahren zum Camping­platz. Nett gelegen, einigermaßen ruhig, einfacher Municipale. Abrötern, Kaffee und Bier, später wollen wir nochmal in die City. Um 19:00 Uhr los auf die Suche nach einem netten Lokal, um Muscheln zu essen. Haben 2 in der engeren Auswahl, entscheiden uns für das mit den rot-weiß-karierten Tisch­decken. Die Wahl war richtig, die Muscheln klasse, mit Sud und leckerem Cidre. Danach noch bummeln, sind nicht zum Hafen, geht 100 m steil bergab, wir scheuen uns vor dem Rückweg mit unseren vollen Muschel­bäuchen. Beim Bummeln nette Bar gefunden, dort noch ein Bierchen. Dann zum Womo und quatschen. Morgen zurück zur Küste zum Lieblingsort von Horst und Thorsten, bin mal gespannt.

Samstag 09.09.2006

Axel hat wieder frisches Baguette besorgt, ich glaube er hat einen eingebauten Sensor. Nach dem Frühstück los, vor uns liegen 170 km, kommen gut durch. Es ist wenig los auf den Straßen. Der Lieblingsort ist klein, hat aber alles was man braucht. In der Nähe des CP am Wasser ist ein kleines Restau­rant, eine Bar und ein Tabakladen. Im Ort, der gut mit dem Fahrrad zu erreichen ist, gibt es einen Bäcker und einen kleinen Supermarkt. – Und der Camping­platz ist ein Traum!!! So etwas haben wir noch nicht gesehen. Mitten in den Dünen, naturbe­lassenes Gelände, viele kleine Mulden in den man stehen kann, sehr kuschelig. Wenig los und total ruhig. Man sucht sich einfach einen Platz. Wir stehen dicht am Stromkasten, kurzer Weg zum einfachen Waschhaus und zum Strand, herrlich. Abrötern, Kaffe, Bier und ab an den Strand. Das Wetter ist herrlich, es ist warm und die Sonne scheint. Und es ist Ebbe!!!
Eine riesige Badebucht, fantastisch. Leider viele kleine nervige Fliegen, aber mit der Zeit ignoriert man sie einfach. Wir wandern am endlos weiten Strand entlang in Richtung einer kleinen Insel mit zwei alten Häusern drauf. Ich finde viele schöne Muscheln. Gegenüber in der Bar am Wasser gibt es einen Kaffe und ein Bierchen. Abends nach Einkauf im Supermarkt lecker gekocht.

Sonntag 10.09.2006

Zum Frühstück hatten wir Baguette bestellt. Dann einfach mal nichts tun. Faul sein, lesen, am Strand wandern, Käffchen vor der Bar mit Blick auf die Insel. Abends wieder gekocht.

Montag 11.09.2006

Wetter erst neblig, dann wieder besser, nach dem Frühstück lesen. Dann sind wir nach Roscoff an riesigen Artischocken­feldern und breto­nischen Häusern mit gewaltigen Hortensien­hecken vorbei. Roscoff ist eine Hafenstadt mit netten Gassen, kleinen Läden und Cafés. Wir bummeln umher, habe mir einen bretonischen Pulli gekauft, blau weiß gestreift. Dann nächste Patisserie gestürmt und geschlemmt.

Dann zurück, der Supermarkt hat leider schon zu, der Bäcker auch, so ein Schitt! Da das restliche Brot für morgen Früh bleiben muss, gehen wir am Abend ins Restau­rant am Wasser. Die Pizzen von Thorsten und Horst waren eine 2-, unsere Muscheln eine 3-. In Dunkeln gings am Strand entlang zurück, aufregend! Haben noch lange an Womo gesessen und die Welt gerettet.

Dienstag 12.09.2006

Abröteln, es geht weiter an der Küste entlang. Schöne Strecke, fahren nach Brignogan-Plage. Da war noch keiner von uns, auch mal ganz schön, gemeinsam etwas neues zu erkunden. Der Platz ganz nett, nicht teuer und nicht weit in den Ort. Ankommen, Kaffee, Bier. Danach ans Wasser. Wahnsinn, was uns da erwartet. Der Strand ist übersäht von riesigen Felsen, auf denen wir rumklettern, gigantisch, phänomenal, uns fehlen die Worte. Das muss man gesehen haben, was die Natur so erschafft, irre! Am Platz faulenzen, dann in den Ort, nichts los, viele typisch bretonische Häuser, wohl Ferien­wohnungen. Kleiner Einkauf im Mini-Markt für Abendessen, waren unterwegs schon im Supermarkt. Abends lecker Crevetten, mal wieder viel zu viel. Horst musste mal wieder maulen, weil er pulen musste.

Mittwoch 13.09.2006

Weiter an der Küste entlang nach Le Conquet, liegt auf einer Halbinsel. Der Camping­platz ist außerhalb des Ortes, über eine Fußgänger­brücke über die Aber gelangt man in die kleine Hafenstadt mit kleinen Geschäften, Cafes, Patisserien, schön – auch der kleine Hafen, reges treiben, viele kleine Fischer­boote. Es werden dort wohl hauptsäch­lich Krustentiere gefangen. Wir haben lange den Fischern bei ihrem Treiben zugesehen. Am späten Nachmittag sind wir auf der Camping­platz Seite zum Strand, blank geputzt, keine einzige Muschel, feinster Sand und eine kleine Steil­küste. In den vorgelagerten Steinen habe ich dann doch noch Muscheln gefunden. Abends lange vorm Womo geredet. Hier merkt man doch die Küste, recht kühl!

Donnerstag 14.09.2006

Am Hafen die Zeit vertrieben, Bummel durch den Ort, an der Aber entlang gelaufen. Sonst nur faul gewesen. Wetter erst bewölkt, dann klarte es auf, wie so oft an der Küste. Morgen weiter.

Freitag 15.09.2006

Gut losgekommen, Wetter zum Fahren ok. Erstmal den falschen Platz angefahren, dann klappt es aber. Quimper hat eine schöne Altstadt, die vom Camping Municipale gut zu erreichen ist. Auf dem Platz mussten wir erstmal warten. Arbeiter waren dabei die Büsche und Bäume auszulichten. So bekamen wir, Dank Geduld, schöne lichte Plätze. Aufbauen, Kaffee und Kuchen, Bierchen. Danach in die Stadt, 15 Minuten Fußweg am Odet entlang. Einkaufs­straßen mit vielen Geschäften, kleine Gassen und alte Fachwerk­häuser, die große Kathedrale ist erst morgen dran. Kaffee auf dem Markt und bummeln. Wir bleiben bis zum Abend und gehen lecker essen, Axel und ich Muscheln, war eine 2-, Horst und Thorsten Salat, eine 3. Haben oben im Restau­rant gesessen, danach nach unten an die Bar verlegt und noch Bier und Obst­bowle getrunken, war lecker. Am Womo lange reden und ins Betti.

Samstag 16.09.2006

Früh hoch, Axel hat mit dem Fahrrad Baguette geholt. Dann in die City, es soll heute Markt sein. Sind alle enttäuscht, gibt nicht viel her, wir hatten uns mehr erhofft. Lange in der City umherge­bummelt und kleine Dinge für die Kids gekauft. Die Kathe­drale ist riesig, die Atmos­phäre aber irgendwie bedrückend. Zwischen­durch Käffchen und Bier. Thorsten müde und zäh drauf. Auf dem Rückweg noch in der Markthalle eingekauft. Horst und Thorsten haben dann noch ein Internetcafé gesucht, wir sind noch bummeln gegangen. Abends lecker gekocht. Morgen machen Axel und ich uns wieder auf den Rückweg, Horst und Thorsten haben noch eine Woche länger.

Sonntag 17.09.2006

Nach dem Frühstück und Verabschiedung von den Jungs gegen 10:15 Uhr los Richtung Honfleur an der Seine-Mündung. Ohne Probleme vorangekommen, je dichter wir der Normandie kommen, um so besser wird das Wetter. Um 15:45 Uhr in Honfleur gelandet, ein riesiger Stell­platz am alten Hafen, 7,- €, Ver- und Entsorgung und Toiletten ok und citynah. Beim Durchfahren des Ortes merkt man, dass es Sonntag ist, der Ort ist voller Sonntags­ausflügler. Erstmal Kaffee kochen und in der Sonne sitzen, sehr schön. Dann gegen Abend in die City, überall Touris. Rund ums Hafenbecken ein Lokal neben dem anderen. Irgendwo hingesetzt und gegessen, lecker. Hier könnte man auch 2 Tage stehen.

Montag 18.09.2006

Nach dem Frühstück weiter nach Saint-Valery-en-Caux, total netter Stellplatz direkt am Hafenkai vor der Kreide-Steilküste. Nach dem Stadt­rundgang ist die Platz­zufahrt gesperrt, alle Womos weg, obwohl vorher voll. Das kommt uns merkwürdig vor, also schnell weiter, bevor es dunkel wird.

Fahren in den nächsten Ort, Veules-les-Roses, auch nett. Auf dem Camping­platz Kaffee. Abends lecker Essen mit Sonnen­untergang.

Dienstag 19.09.2006

Rückfahrt nach Deutschland, um 09:00 Uhr los, um 16:15 Uhr in Goch angkommen.
Morgen weiter nach Hause!

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