Toskana 2001

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Samstag 08.09.2001

Abfahrt 08:30 Uhr, über die A 7 Hannover – Würzburg auf die A 3 Richtung Nürnberg, Tankstopp. Dann um München rum auf die A8 und weiter Richtung A 93 Innsbruck. Um 19:30 Uhr kommen wir auf der Rast­stätte Holzkirchen an, hier wollen wir übernachten. Kaffee gekocht und Tütensuppe. Es regnet schon die ganze Zeit, die Fahrt war anstrengend. Früh­stücken werden wir in der Rast­stätte, welch ein Luxus. Wenn alles klappt, sind wir morgen Mittag schon in Florenz auf dem Camping­platz. Jetzt noch ein Bisschen lesen, aufs Klo und Schlafen.

Sonntag 09.09.2001

06:00 Uhr aufstehen, Betten bauen, Frühstück in der Rast­stätte, 07:00 Uhr Abfahrt Richtung Innsbruck, über den Brenner nach Italien, 13:50 Uhr sind wir in der Toskana. Ich habe versucht auf den Rast­stätten Geld zu ziehen, ging nicht. Nach Verona rein, erste Bank ging auch nicht, zweite dann Glück gehabt. Weiter über Mondena und Bologna. Ankunft in Florenz gegen 15:00 Uhr, schönes Wetter 28°. Verfolgungs­jagd der Polizei durch Firenze. Camping­platz Michelan­gelo gut gefunden und schönen Platz ausgesucht. Nach Café latte mit dem Bus in die City. Großstadt mit viel Kultur, laut, hektisch, multi kulti. Bei MC gegessen. Zurück erstmal den Camping­platz erkundet. Dann zum Plaza Michelan­gelo gewandert und den Sonnen­untergang betrachtet. Auf dem Platz dann draußen in der Bar gesessen, die tolle Luft genossen, Café latte geschlürft und Florenz von oben betrachtet. Beschlie­ßen wies weiter geht: noch einen Tag Florenz brauchen wir beide nicht, lieber über Land fahren und Dörfer ansehen. Dann noch was essen und lesen.

Montag 10.09.2001

Duschen, frühstücken, Womo startklar machen und weiter. Abfahrt 09:30 Uhr, Ankunft 10:30 Uhr in Greve in Chianti. Erstmal Stadt ansehen, dann Café latte. Schön hier, man kann stadtnah stehen. Dann Richtung Panzano die Stadt durchwandert, sehr schönes kleines Dorf mit etwas Tourismus. Wir beschließen eine Nacht in Greve zu bleiben und parken das Auto um. Postkar­ten gekauft und durch die kleinen Straßen gelaufen. Die Landschaft hier ist einmalig schön. Lecker Pizza und Wein, der Kellner tut sehr gelangweilt und griesgrämig, doch beim Bezahlen konnte er doch noch lächeln, ist wohl seine Masche. Als ich vom Klo kam, wurde ich mit der Kellnerin verwechselt, na Klasse. Nach dem Essen noch in ein Café, Grappa trinken, schläft sich besser. Noch lesen, morgen Richtung Radda.

Dienstag 11.09.2001

Doch noch nicht Radda. Entscheiden uns 2 Tage auf einen Luxus-Campingplatz zu gehen. Also Richtung Figline Valdarno, Camping Norcenni Girasole Club. Mehrere Pools, Sauna, Restau­rants, Bar, Markt usw. Schöner Platz, erstmal schwimmen im Pool, etwas kühl aber tut gut. Man kann im Wasser etwas zu Trinken bestellen. Dann lesen, Café latte und faul sein. Axel geht zum Friseur auf dem Platz. In der Bar ist ein Menschen­auflauf. Im Fern­sehen sieht man einen bren­nenden Wolken­kratzer und wie ein Flugzeug in einen zweiten stürzt. Erst denken wir es ist ein Spielfilm, merken dann aber, es ist ein Life-Bericht aus den USA. Viele Camping­platz-Besucher sind Amerikaner, weinen, besetzen die Telefone und es herrscht eine sehr bedrückende Stimmung. Man kann kaum glauben, dass so etwas tatsächlich passiert ist. Uns geht’s gut und andere sterben, es ist von mehr als 2000 die Rede. Das müssen wir erstmal verdauen. Abends essen wir in einem der Restau­rants auf dem Platz, auch hier ist die Stimmung gedämpft. Dann noch einen Grappa in der Bar und NBC gesehen. Dann Karten schreiben, Radio hören und mit den Mädchen telefoniert, die haben Angst. Kein schöner Tag.

Mittwoch 12.09.2001

Faul sein, sonnen, baden im Pool, Nachrich­ten im Fernsehen schauen, Zeitung lesen, Stimmung gedrückt. Mit den Kids telefoniert. Pizza zum Mitnehmen geholt. Dann noch in die Bar. Morgen wollen wir weiter.

Donnerstag 13.09.2001

Frühstücken, in Ruhe klar Schiff machen und los nach Radda in Chianti, um 11:30 Uhr Ankunft. Hübsches kleines Dorf, netter Stellplatz, terras­senförmig angelegt, mit einem Restau­rant nebenan. In der Kirche gewesen, war uns ein Bedürfnis eine Kerze anzuzünden. Nachmittags gefaulenzt und gesonnt. Danach lecker Aufschnitt und Wein eingekauft. Um 19:00 Uhr essen in der Pizzeria, eigentlich ganz gut, mein Essen kam aber erst später, vergessen!? Am Womo dann lecker Wein getrunken, ich entwickle mich allmählich zum Weintrinker. Die Toskana ist einfach schön, die Landschaft einmalig. Einfach nur sitzen und schauen, Oliven­bäume, Wein, schöne kleine Bergdörfer.
Heute Mittag bei der Ankunft Bekanntschaft mit Wohnmobil­fahrern aus Nieder­sachsen gemacht. Etwas älter so um die 60. Beschweren sich über die Pizza bei Michelle, sollen wir nicht hingehen, zu dünn, wenig Belag. Den Rest haben sie wohl mitge­nommen. Seine Frau kam mit einer Brat­pfanne an, erst dachten wir, sie will uns zum Pfannkuchen einladen. Aber nein, sie hatte die Reste der Pizza aufgebraten !!! Wir fanden die Pizza da ganz toll. Morgen geht’s nach Castel­lina weiter.

Freitag 14.09.2001

Gefrühstückt und alles verstaut. Dann Abfahrt Richtung Castellina in Chianti. Schöne Strecke, Natur pur. Wetter bewölkt ca. 17°. Ankunft gegen 11:00 Uhr. Netter kleiner Ort. Stehen erst auf einem Parkplatz in der Ortsmitte, später dann auf den offizi­ellen Stell­platz mit schöner Aussicht. Ort erkundet, eingekauft, Café latte geschlürft. Es zieht sich zu und regnet, ist aber ok. Wir haben 2 Weingläser gekauft, für den guten Brunello, und ein Fläschchen. Besichtigen die Etrusker­grab­anlage und das Castell. Abends gemütlich im Womo geschlemmt und Wein aus unseren neuen Gläsern getrunken. Es donnert im Hintergrund, Gewitter, wie nett.
Haben heute einen netten Italiener mit seinem Womo kennen gelernt. Unterhält sich mit uns über Deutschland, war schon bis Lübeck hoch. Morgen wollen wir nach Sienna, auf einen Camping­platz, Duschen, bin schon gespannt.

Samstag 15.09.2001

Schön gefrühstückt, aufgerötelt und ab nach Siena. Camping­platz ganz ok, WC und Dusche naja. Dann mit dem Bus nach Siena rein. Wunderschön, so viel zu sehen, man weiß gar nicht, wo zuerst hin. Erstmal zum Il Campo, geformt wie eine Muschel, viele Menschen, aber noch ganz angenehm. Im Café Café latte, teuer 15.000 Lire, wie im Café Wichtig in Timmen­dorfer Strand! Egal, muste hier auf dem Platz sein. Ein Straßen­künstler treibt seine Späße mit den Leuten. Dann zum Dom, phantas­tisch, Besich­tigung 10.000 Lire pro Kopf, ganz schön happig, aber hat sich gelohnt. Dann durch die Gassen gebummelt, noch die Kirche zur Heiligen Katarina besichtigt. Wieder zum Il Campo, Handpizza essen und in der Muschel sonnen. Dann Nanini gefunden und super leckeres Eis vernascht. Für die Rück­fahrt brauchten wir fast 1 1/2 Stunden, waren im verkehrten Bus, hatte zwar die gleiche Nummer, aber fährt den CP nicht an!? Siena ist zwar Superschön, aber auch sehr anstrengend. Machen noch einen Rundgang über den Platz und ab ins Bett.

Sonntag 16.09.2001

Werden vom Motorrad geweckt, um 07:30 Uhr versucht ein Schweizer sein Teil auf einen Anhänger zu fahren, Idiot! Also Frühstück, duschen, aufröteln und los nach Monteriggioni. Kleines, aber feines Dörfchen innerhalb der Mauern einer Festung. Die Idee hierher zu fahren, hatten auch viele Italiener, scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein. Ist ja auch nett und liegt schön zwischen Wein- und Oliven­hängen. Cappuc­cino getrunken, Bilder gemacht, Läden durchstöbert, Kräuter gekauft.

Wir entschließen uns weiter nach Colle di Val d’Elsa zu fahren. Parken den Wagen einiger­maßen gut ab, so dass wir auch die Nacht hier verbringen könnten. Was wir auch tun, denn die Altstadt ist wunder­schön. Es ist ordentlich was los hier, es findet ein Radrennen statt. Ganz schön aufregend, so etwas haben wir Life auch noch nicht gesehen. Das Ziel ist gleich neben dem Café in dem wir sitzen. Einfach Klasse, hat etwas von Volksfest. Dann ist hier auch noch ein Festtag der Heiligen Maria. Es findet eine Prozes­sion statt, mit Musik und die Maria wird vorweg getragen, einmal durch die ganze Altstadt. Zwischendurch können wir auch noch Glas­bläsern bei der Arbeit zusehen, die Stadt lebt davon. Schöne Dinge gibt es hier, aber auch sehr teurer. Wir haben Heute viel gesehen und erlebt, war ein schöner Tag. Abends noch ein Glas Wein im Café, eigentlich soll noch eine Kapelle spielen. Doch es kommt Wind und Regen auf, alles flüchtet, wir auch. Axel friert, also ab ins Womo, ist auch schon 22:00 Uhr. Morgen geht’s nach San Gimignano, die Stadt mit den Türmen.
Kurz vorm Einschlafen werden wir durch einen lauten Knall geweckt. Ein Feuer­werk als krönender Abschluss des Tages, aus dem Womo-Fenster raus im Liegen. Sowas tolles hatten wir auch noch nicht, ganz großartig mit Figuren am Himmel und vielem mehr.

Montag 17.09.2001

Ab nach San Gimignano. Naja, viele Touristen, die werden hier in Scharen Bus weise ausge­schüttet, furchtbar. Ansonsten viele Nippes Läden. Der schönste Teil des Ortes ist eine Aussichts­plattform, hier war es schön ruhig. Also nur Café latte, City und Kirche besichtigt, und schnell weiter.

Es geht nach Volterra, auch sehr voll hier. Finden schließ­lich einen Parkplatz unterhalb der Stadtmauer. Treppe an der Mauer hoch und rein ins Getümmel. Viel schöne Kultur. Waren im Parco Archeo­logico und haben die Ruhe und die Sonne genossen. Danach Stadt­rundgang und Teatro Romano besucht, schöne alte Ruinen. Dann wurde das Wetter schlag­artig schlechter, wir flüchteten vor Wind und Regen in ein Café. 1 1/2 Stunden mussten wir ausharren. Abendessen im Pepino war sehr lecker. Morgen wollen wir an die Küste.

Dienstag 18.09.2001

Gut angekommen in Vada, Wetter naja, droht zu regnen. Aber kurz nach dem Mittag klart es auf und die Sonne kommt raus. Schnell eine Maschine Wäsche gemacht und ab an den Strand, keine 10 m vom Womo entfernt, herrlich. Was nervt sind die „fliegenden Händler“ am Strand, heute billig, morgen teuer, billiger Jakob, sehr aufdringlich, Tücher, Taschen, Gürtel, alles nachgemachter Ramsch. Abends Pizza auf dem Platz, dann ins Dorf, nichts los. Zurück an den Strand und in die Bar, Cappuc­cino und Grappa.

Mittwoch 19.09.2001

Beim Aufwachen regnet es, klart aber nach dem Frühstück auf. Zu Fuß am Strand entlang in den Ort, Zigaretten holen. Dann am Strand den ganzen Tag gesonnt. Abends Muscheln und Calamari gegessen. Nach kurzem Strand­besuch in der Bar Sambuca. Noch so einen Standtag könnte ich gut gebrauchen. Bei schlechtem Wetter geht’s weiter nach Pisa und Lucca.

Donnerstag 20.09.2001

Das Wetter ist schön, also noch einen Tag verlängert. Die 3 Kinder nebenan sind den ganzen Tag nur am heulen. Die Mutter ist schon tierisch genervt, grüßt nicht mal mehr, doofe Kuh.
Schön gefaulenzt und am Strand gelegen. Nochmal ins Dorf, Café latte und Zigaretten holen. Dann wieder Strand. Abends Muscheln und Garnelen auf dem Platz, lecker. Dann Strand und Sambuca in der Bar. Sind beide etwas gereizt, die Enge im Womo ist echt gewöhnungs­bedürftig. Morgen Richtung Pisa.

Freitag 21.09.2001

Wetter bewölkt, in Pisa Verkehrschaos. Endlich Parkplatz in der Nähe des Turms gefunden. Und schon stehen wir auf dem Piazza dei Miracoli. Touristen ohne Ende und Nippes Buden so weit das Auge reicht, fürchterlich! Den schiefen Turm hatten wir uns größer vorgestellt, erst haben wir ihn nicht gesehen. Überall muss man Eintritt bezahlen. Wir umrunden schnell den Platz, machen Bilder, kaufen ein paar Postkarten und dann nichts wie weg hier.

Wir fahren weiter nach Lucca. Umrunden mehrfach die Stadtmauern bis wir endlich den Stell­platz gefunden haben. Pause, dann in die Altstadt. Sehr schön, angenehme enge Gassen mit vielen kleinen Geschäften, keine Touri-Läden, sondern richtige alt einge­sessene. Um 18:00 Uhr Pizza gegessen, noch ein Bisschen geschaut und zurück zum Womo. Unterwegs in einer Bar noch einen Sambuca in Lucca.

Samstag 22.09.2001

Zum Frühstück Kekse und Kaffee, gestern Abend gab’s kein Brot mehr, alles zu. Gegen 09:30 Uhr nach Lucca rein, die restlichen Mitbringsel besorgen. Für Nadine ein schönes Oberteil für die Disco. Für Maren nach langem suchen eine große weiße Platte für Spaghetti oder Salat. Für mich eine tolle Tasche und Öl für Claudia. Für Horst und Thorsten Nudeln und eine Flasche guter Grappa Brunello. Zum Mittag gab’s Pizza im K2, zwischen­durch Siesta auf dem Wall. Auf einem Markt mit ca. 100 Ständen bieten sie junge Katzen an, gegen eine Spende abzugeben, scheint ein Tierschutz­verein zu sein.
Nach Café latte zurück zum Womo, diesmal mit Brot und einer Flasche Wein. 8 Stunden unterwegs, wir sind müde und kaputt, aber es war schön und hat uns beiden gut getan.

Sonntag 23.09.2001

Es geht zurück Richtung Deutsch­land, wollen noch einen Tag in Rothenburg ob de Tauber verbringen. Da können wir schon mal in Weihnachts­geschäfte schauen und natürlich Teddys ohne Ende.
Rechtzeitig los, bis 100 km vorm Brenner ging’s gut voran, dann 1 1/2 Stunden Stau, Bomben­entschärfung! Dann weiter über den Brenner, immer noch Rückstau – so haben wir gut 2 Stunden verloren. Das Wetter tat sein Übriges, die ganze Zeit Regen, anstrengendes Fahren. Um 20:45 Uhr Nächtigen wir dann auf einem Rastplatz an der A 8, Burgauer See zwischen Augsburg und Ulm, sogar heiße Duschen für 2,- DM.

Montag 24.09.2001

Schön geduscht und in der Raststätte gefrühstückt. Um 10:30 Uhr sind wir in Rothenburg ob der Tauber. Nach einem Kaffee los in Weihnachts- und Teddy­geschäfte. Natürlich bei Käthe Wohlfahrt eingekauft. Noch fürs Mittag­essen was besorgt, abends wollen wir Essen gehen. Am Womo gekocht und Mittags­pause. Dann Kaffee und original Schneebälle aus Rothenburg. Danach wieder in die Altstadt, Bummeln und Teddyläden. Hab einen gefunden in rauchblau, da sitzt er nun und wartet auf einen Namen. Dann in eine nette kleine Gast­stätte, Zwiebel­kuchen und Feder­weißen. Im Womo noch lesen. Morgen geht’s nach Hause, wir freuen uns.

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