Provence 2008

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Samstag 19.07.2008

Abfahrt 12:00 Uhr, aufgrund von Staus Ankunft 16:50 Uhr in Hannoversch Münden. Erst Sonne, dann sturzbachartiger Regen. Abends wieder trocken und gehen in den Ort. Essen beim Küster ein Baguette. Hier sind 2 Kneipen nebenein­ander und es gab Stress. 2 Kellner­innen bekamen sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Haare, erst verbal, dann körperlich. Kaum zu glauben! Später ging die eine von Tisch zu Tisch und suchte Zeugen. Wollte wohl eine Anzeige machen.

Sonntag 20.07.2008

Um 09:00 Uhr ging’s weiter. Wetter gut, Autobahn schön frei, gut durchgekommen. Waren um 14:30 Uhr in Frankreich und um 15:30 Uhr in Baume-les-Dames. Der Stell­platz legt am Rhein-Rhone-Kanal, ist gut ausge­stattet, Strom, Wasser, WC, Duschen und Brötchen­service außer Montags !!! Gut besucht, haben gerade noch einen Platz bekommen. Stehen neben einem Franzosen, viele Nieder­länder, die findet man hier überall, auch auf der Autobahn waren viele mit ihren Wohn­wagen unterwegs.

Montag 21.07.2008

Nach dem Frühstück, Knäckebrot, geht’s weiter. Wollen eigent­lich nach Bourg-en-Bress, die Stadt ist uns aber zu groß. Fahren weiter bis Pont d’Ain im Jura. Netter kleiner Ort, Camping­platz auch schön und ziemlich groß. Faul sein, lesen und in der Sonne sitzen. Später im Ort einen völlig überteu­erten Kaffee getrunken. Morgen geht’s weiter zur Tour de France!

Dienstag 22.07.2008

Nach dem Frühstück geht’s durch leichte Serpentinen bis nach Le Bourg-d’Oisans. Hier beginnt die Königs-Etappe der Tour de France nach Alpe-de’Hues. Überall stehen Autos und Womos, die Camping­plätze sind alle voll. Auf einem Acker sehen wir, wie ein Bauer dort Stroh ausstreut. Auf Nachfrage bestätigt er, dass man hier gleich stehen kann, kostet einmalig 10,- €. Toll, direkt an der Strecke kurz vorm Kreisel hoch nach Alpe-de’Hues. Solange es nicht regnet, Super! Aber no risk no fun. Neben uns steht ein Franzö­sisches Ehepaar mit 2 Enkel­kindern. Am Abend kurze Unter­haltung, er spricht etwas Deutsch, ist in Stuttgart geboren, sein Vater war dort stationiert und er ist dort für ein Jahr zur Schule gegangen. Seine Familie lebt in Straßburg, er in Lyon. Er war Polizist, jetzt in Rente, seine Frau arbeitet in einem Supermarkt. Mit Händen und Füssen können wir uns verständigen. Er freut sich, dass Axel auch Polizist ist. Er hat mehrere Jahre in Paris und Mar­seille gearbeitet und konnte deshalb früher in Pension gehen.
Hier ist es jedenfalls Volksfestartig, Menschen ohne Ende, alle Nationa­litäten, vor Allem Holländer, es wird gefeiert und ganz viel getrunken. Nach einem Kaffee geht’s in den Ort, schön hier. Im Winter kann man hier Winter­urlaub machen, überall Loipen. Aber jetzt ist Sommer und Tour de France und wir sind haut­nah dabei, unglaublich! Alles ist geschmückt und überall kann man Fanar­tikel kaufen. Haben für Diggen ein Cappi von Gerol­steiner besorgt.

Mittwoch 23.07.2008

WikipediaTour de France 2008 / 17. Etappe

YouTubeTour de France 2008 – Alpe d’Huez Showdown

Nach dem Frühstück in den Ort, alles ist auf den Beinen. Viele fahren oder gehen den Berg hoch, von unten kann man die Menschen sehen, die am Straßenrand stehen. Wir bleiben unten und warten in der Nähe unseres Womos. Wir stellen uns ab 14:00 Uhr mit Stühlen an die Straße. Viele schon da, wie aufregend. Eine ganz beson­dere Stimmung liegt in der Luft.
Um 15:00 Uhr zieht die Werbekarawane vorbei, es wird mit Fanartikeln geworfen. Ich stelle mich auf die andere Seite und fange ein Armband von Festina und eine Schlüssel­kette. Das hat was von Karneval, alle sind happy.
Gegen 17:00 Uhr soll die Tour kommen, wir sind schon ganz gespannt, ständig fährt die Presse vorbei und große Lkw’s und Busse der Teams. Hubschrau­ber kreisen über uns, vorweg Motor­räder und Polizei. Dann kommen auch schon 2 Ausreißer mit ihren Team­autos hinten dran. Alles jubelt, schwenkt Fahnen und feuert sie an. Das geht so schnell vorbei, rasant. Dann kommt das Haupt­feld und viele kleinere Fahrer­gruppen, wieder Jubel und Anfeuer­ungen. Am Ende kommt der Besen­wagen, das wars dann auch schon! War ein unbeschreib­liches Erlebnis. Später kommen die Fans müde vom Berg wieder herunter, einige mit Sonnen­brand. Etliche packen und brechen auf, viele bleiben aber, weil morgen von hier die nächste Etappe gestartet wird. Abends gehen wir noch ein Bierchen trinken, überall stehen Pavillons in den Tour Farben gelb / schwarz, wo die Mitrei­senden nächtigen.

Donnerstag 24.07.2008

Alle schon früh auf den Beinen. Um 09:00 Uhr ist die Sonne da. Auch wir gehen in den Ort, um uns einen Platz zum Schauen zu sichern. Um 10:00 Uhr wieder die Werbe­karawane, aber wir stehen dort, wo die Tour Busse sind. Hier halten die Autos mit den Rädern und Fahrern. Hier steht das Fernsehen, die Presse und viele Menschen drängeln sich an der Absper­rung. Alle Fahrer laufen hier rum, werden interviewt und sprechen mit dem Publikum. Auch Zabel steht unmittelbar neben uns. Wir machen viele Fotos. Um 12:20 Uhr wird gestartet, doch wir sehen den Start nicht, es ist viel zu voll. Macht nichts, hier war es auch interes­sant, hautnah bei den Stars!

Dann zurück zum Womo, Pause, einkaufen und weiter. Die Straßen sind voll, egal, jetzt in die Provence. Wir müssen durchs Gebirge, teilweise abenteu­erliche Strecken über die Berge. Hätten wir vorher gewusst, dass die D 212 so schmal ist, wir hätten uns das nicht getraut, grenzwertig, auch ein anderes Womo fährt hinter uns. Landschaft­lich ist es aller­dings atemberau­bend schön.

Dann kommt ein Trecker von vorne, oh je, wir können nicht zurück. Doch der Fahrer erbarmt sich und fährt bis zur nächsten Ausbuch­tung zurück. Puh, das war heftig, Steigung bis zu 18% !!! Auch das schaffen wir, allmählich wird die Straße breiter. Es geht wieder runter mit abenteuer­lichen Kehren. Dann kommt der höchste Berg der über­wunden werden muss, aber die Straßen sind besser. Bald haben wir gute Straßen und ich kann die Landschaft genießen. Wir sehen sogar noch große Lavendel­felder, sonst waren die um diese Zeit immer schon abgeerntet. Wir fahren an einem Fluß entlang in dem Menschen Baden, ach wäre das schön. Aber wir müssen weiter.
Kurz vor Beaumes-de-Venise hätten wir fast noch einen Hund überfahren, der rennt wie doof über die Straße. Axel voll in die Bremsen, Glück gehabt, der Köter und wir. Um 18:20 Uhr sind wir endlich am Munici­pal Camping. Netten Platz ergattert, gut besucht. Beim Ein­parken rammt Axel noch einen kleinen Holz­pfahl mit der Platz­nummer, leichte Beule in der Beifah­rertür – dann doch noch! Jetzt aber endlich entspan­nen und Abends nochmal durchs Dorf. Die Grillen zirpen zum Ein­schlafen.

Freitag 25.07.2008

Frühstück und faul sein, die Sonne scheint und die Zikaden zirpen. Am späten Nach­mittag in den Ort, Zigaretten, enge Gassen, einen Kaffee in der Bar. Am Abend gekocht und nochmal ins Dorf, dort ist Jahr­markt und Life Theater. War nicht so doll, zurück und draußen sitzen.

Samstag 26.07.2008

Weiter nach Vaison-la-Romaine, Camping oder Stellplatz, waren uns nicht einig. Axel genervt, ich genervt. Weiter nach Carpen­tras, auch hier konnten wir uns nicht entscheiden. Dann doch weiter nach Fontaine-de-Vaucluse. Dort auf einen kleinen Mini Camping­platz, 700 m vom Ort, mit Freibad. Abrötern, Kaffee, nach­mittags schwimmen. Axel durfte ausnahms­weise mit seinen Badeshorts in Wasser!

Später dann am Wasser lang zur Fontaine. Hier waren wir vor 16 Jahren schon mal mit den Kids. Voll wie immer. Außer Touri-Buden gibt es hier nichts tolles. Am Abend Knob­lauchbrot. Morgen wollen wir weiter nach Gordes, diesmal besser geplant und abgesprochen!

Sonntag 27.07.2008

Wir haben uns Gordes angesehen, nach wie vor schön, bleiben aber nicht hier.

Wir fahren weiter nach Apt. Sehen uns erst den Campingplatz außerhalb an, aber zu weit und der Aufstieg ist uns zu anstrengend. Also zum City-Camping, dort tollen Platz bekommen. Abrötern, Kaffee, lesen, entspannen. Abends nochmal durch die City, Käffchen und Bierchen.
Auf dem Platz steht eine Familie mit 3 kleinen Kindern. Tagsüber toben sie rum und sind tierisch laut, die Erwachsenen süffeln Wein und kümmern sich nicht. Am Abend nach unserem Rundgang herrscht Ruhe, hat wohl Ärger gegeben. Hatten die Kletter­wand und die Matten davor mit Wasser bespritzt. Nun sollten die Kids schlafen, als sie das nicht sogleich taten, gabs Prügel vom angetrun­kenen Vater. Ganz schrecklich und die Mutter schaut zu, so eine Tussi.

Montag 28.07.2008

Nach dem Frühstück lesen, duschen usw. Am Nachmittag einkaufen und eine Badehose für Axel suchen, nichts, merde! Also dann morgen auf dem Weg nach Avignon. Für die Kleinen Zikaden gekauft!

Dienstag 29.07.2008

Sind rechtzeitig los, kurz vor Avignon riesiges Einkaufszentrum. Haben Badehose und einiges mehr gefunden. Dann auf zum Camping­platz und nur 1x verfahren, Sandra, unser Navi!!! Sind diesmal auf den größeren mit Schwimmbad, sehr schön bei der Wärme. Kurz abrötern und Kaffee, dann Baden und Café latte an der Bar. Heute gibt’s Scampi. Nach dem Essen noch mit dem Rad an die Rhone. Hier gibt es eine Fähre, damit wollen wir morgen rüber in die City.

Sonntag 27.07.2008

Nach dem Frühstück Baden. Dann faulenzen, Kleinigkeit essen und wieder Baden. Dann mit der Fähre rüber in die City. Feine Sache und vom Platz aus nur 5 Minuten. Avignon ist im Festspiel­fieber, überall hängen Plakate von Vorstel­lungen der verschie­densten Art. Viele Schau­spieler und Komödi­anten ziehen durch die Straßen und werben für ihrer Vorstellungen. Wir stöbern durch Geschäfte, Axel hält tapfer durch und erholen uns bei Café Crema. Danach noch über den Papst­platz gelaufen. Jetzt waren wir schon zum 3. Mal in Avignon und nach wie vor schön für eine Stadt dieser Größe. Dann zur Fähre und zurück zum Platz, kochen und lesen.

Donnerstag 31.07.2008

Nach dem Frühstück los über Orange noch Grignan. Dort soll es den kleinen Camping­platz direkt am Ort nicht mehr geben, schade. Beim Durchfahren entdecken wir aber, dass es ihn doch noch gibt. Das ist so klasse, direkt neben der Piscine, besser kann es nicht sein! Also schönen Platz ausgesucht, abrötern, Kaffee, Bierchen, lesen. Holland muss total ausgestorben sein, die sind alle hier, das nervt so langsam ein wenig! War letztes Jahr in Italien um diese Zeit auch schon so. Am Abend in den Ort und bummeln, wie immer schön. Wir erinnern uns an den Regenschauer, der uns hier mit Horst und Thorsten erwischt hat. Dann gehen wir Pizza essen. War sehr lecker, eine 2+, hauchdünn und riesengroß, dazu Wein. Danach Creme Brüllet und Café Crema. Am Womo noch lange lesen.

Freitag 01.08.2008

Um 09:30 Uhr früh los. Wetter bedeckt, später fängt es an zu regnen. Fahren die Orte ab, die wir uns gestern im Promobil-Heft angesehen haben, na, ja! Beschlie­ßen bei dem Wetter bis Baume-les-Dames zu fahren. Von hier sind wir in Frank­reich gestartet. Bis auf ein paar Unstimmig­keiten mit Sandra um 18:15 Uhr da gewesen. Das langt auch. Zwischen­durch noch einen Resteinkauf in einem riesigen Supermarkt. Heute gibt es Scampi, was sonst! Haben uns eine große Pfanne gekauft, passt gerade so in den Schrank, aber die aus dem Topf Set ist echt zu klein, reicht mal gerade für Eier. Aber auf den Womo-Grill passt sie super. Die kleinen Scampi waren ekelig, zogen in der Pfanne nur Wasser und waren völlig geschmacks­neutral. Habe einen probiert und dann Brot gegessen. Axel hat sie gegessen weil er hungrig war.

Samstag 02.08.2008

Weiter geht’s nach Colmar. Schöne Landschaften, gute Straßen, wenig Verkehr. Waren um 11:45 Uhr da, nach kurzer Suche den Camping­platz gefunden. Abrötern, Kaffee, lesen und sonnen. Platz nach wie vor schön, an dem kleinen Flüsschen I’Ill. Dort gibt es jetzt auf einer kleinen Insel ein Storchen­paar, Colmar ist berühmt für seine Störche.

Streifen durch Colmar und kaufen fürs Abendessen ein, Fleisch und Gemüse. Dann noch einen Lebkuchen mit Butter drauf, sehr lecker. Noch einen Kaffee und zurück. Faul sein und Störche fotografieren. Kommen dicht ans Womo und wollen gefüttert werden. Einige machen das auch, wir nicht. Außer Störche noch Schwäne und Reiher, ein kleiner Zoo. Essen war lecker, mindestens 2+.

Sonntag 03.08.2008

Gegen 10:00 Uhr weiter Richtung Grenze. Haben uns als nächsten Hafen Andernach am Rhein ausgesucht. Kommen gut durch und sind um 14:45 Uhr da. Netter Platz direkt am Rhein, Altstadt­nähe, man kann vorm Womo sitzen und Schiffe schauen, sehr schön. Gerade noch so einen Platz bekommen, abrötern, Kaffee, lesen, entspannen. Später durch den kleinen Ort, einiges ganz schön, aber es sind auch viele Häuser baufällig und leer. Auf dem Markt­platz gibt’s ein Bier. Finden beim Durch­stöbern der Gassen ein schönes Restau­rant mit einem schönen Innenhof. Da es schon kurz vor 18:00 Uhr ist und wir Hunger haben, kehren wir ein. War klasse, draußen auf schönen Garten­möbeln gesessen, gute Speise­karte. Essen war eine glatte 2, Axel hatte Lamm, ich Steak, mmh..! Dann langsam zum Rhein zurück und noch ein Kölsch. Und schließ­lich vorm Womo sitzen und den Schiffen zusehen.

Montag 04.08.2008

Sind um 09:30 Uhr losgekommen. Zuerst war das Fahren angenehm, immer am Rhein entlang auf der B 9. Dann auf die Autobahn, erst gings noch gut voran. Ein paar kleinere Staus, aber dann auf der A 1 Baustelle und 8 km Stau. Haben dadurch fast 2 Std. vertrödelt, Sch…! Um 15:30 Uhr sind wir in Oldenburg, am Stadion steht Zirkus Krone und der ausge­wiesene Stell­platz ist eine Frechheit! Also weiter nach Bremen. Auch hier wird’s zäh und wir müssen eine Umleitung fahren. Sind dann aber doch um 17:00 Uhr am Stell­platz angekommen. Erst mal entsorgen, während der Fahrt roch es schon, seit Avignon nicht mehr geleert. Abrötern, Kaffee, lesen, ausruhen. Wetter herbst­lich, von allem etwas. Axel entdeckt eine Gast­stätte in der Nähe. Sind einfach ko von der anstren­genden Fahrt. Essen ging so, eine 3-. Die verspro­chenen krossen Bratkar­toffel waren labberich! Machten aber satt. Morgen geht’s nach Hause.

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