Bretagne 2026

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07.09. – 04.10.2026
Eu­tin • Hamburg • Moers • Bray-Dunes • Calais • Le Tréport • Le Mont-Saint-Michel • Cap Fréhel • Lermot • Concarneau • Port-Louis • Vannes • La Tur­balle • Le Vivier-sur-Mer • Quistreham • Cayeux-sur-Mer • Merlimont Plage • Bray-Dunes • Heusden • Benser­siel • Eu­tin • Fazit

Karte Bretagne 2026

In den letzten 2 Jahren wollte ich immer nochmal in die Bretagne. Entweder habe ich mich kurz vorm Start umentschieden oder bin nicht soweit gekommen, weil es unterwegs wo anders zu schön war. Deshalb habe ich Gestern die ersten 3 Etappen einfach gebucht.

Zuerst geht’s nach Hamburg zu meiner Schwester Marlies, dann 400 km weiter ins Ruhrgebiet nach Moers und von dort nach Bray Dunes in Frankreich kurz hinter der Belgischen Grenze.

Hamburg

Montag, 07.09.2026

Um 10:00 Uhr bin ich in Hamburg Övelgönne auf dem Stellplatz im Museumshafen.

Kurze Zeit später trifft Marlies am Stellplatz ein, sie hat nebenan einen Termin zur Wassergymnastik. Ich gehe zwischenzeitlich im Restaurant Elbterrassen was essen.

Später mit Marlies nochmal in die Elbterrassen und danach an den Elbestrand.

Dann Ausblick genießen!

Moers

Dienstag, 08.09.2026

Brötchen gibt’s gleich neben dem Museumshafen um 08:00 Uhr.

Hier startet auch eine Sundowner Tour mit einem Schwimmkrahn.

Heute steht ein langer Törn an, 388 km fast nur Autobahn. Ich brauche knapp 5 1/2 Stunden !!! Das gibt’s auch nur in Deutschland. In allen Ländern drumherum bin ich immer schneller, obwohl es dort überall Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt. Dafür gibt’s hier Lkw, Elefantenrennen und Baustellen ohne Ende. Höhe Bremen ein mega Stau. Und dann kommt der Ruhrpott. Das gesamte Gebiet ein einziger großer flächendeckender Stau, Blechlawinen soweit das Auge reicht – Wahnsinn, was ist hier bloß in meinem good old Germany los !!!

Der gebuchte Stellplatz in Moers ist ganz ok.

Und die Altstadt mit dem Markt ist kuschelig.

… die Pizza Gorgonzola Spinaci im Scoozi ist sehr lecker.

Zwischen Kirche und Schloss ist Kirmes.

Durch den Schlosspark radel ich zurück zum Womo.

Bray-Dunes

Mittwoch, 09.09.2026

Es gibt Toast – zum Bäcker ist’s zu weit!

Heute geht’s nach Frankreich. Ich schaffe die 330 km in 3:10 Stunden, obwohl in den Niederlanden auf der Autobahn nur 100 km/h erlaubt sind und in Belgien 120 km/h. Es ist relativ voll, aber der Verkehr fließt einfach und es ist ein angenehmes entspanntes Fahren.

In Bray-Dunes war ich letztes Jahr auf meiner Frankreich Frühlings Tour. Der Stellplatz ist fast voll. Gut, dass ich gebucht habe.

Früher war unser erster Stopp in Frankreich häufig in Dünkirchen. Der Camping­platz dort wurde aber mit Mobilheimen zugekleistert.

Direkt an der Promenade entdecke ich die Brasserie La Dune à L’Envers mit einer tollen Aussicht auf’s Meer.

Endlich Muscheln, köstlich!

Zur Verdauung einen Strandspaziergang.

Hier in diesem reinen Sommer-Touri-Ort ist die Saison zu Ende und das Meiste ist geschlossen.

Morgen will ich nach Calais. Dort waren wir 2013 zuletzt. Den einfachen Stellplatz direkt an der Hafeneinfahrt gibt’s schon lange nicht mehr. Bin auf den neuen gespannt und darauf, was sich im Ort verändert hat. Und fürs Wochenende habe ich auf dem Campingplatz in Le Tréport gebucht.

Calais

Donnerstag, 10.09.2026

Erst bei der vierten Boulangerie wurde ich heute Morgen fündig, alle anderen sind schon im Winterschlaf.

Zurück und frühstücken.

Einfach nur lecker.

Nochmal an den Strand.

Außerhalb der Saison ist es hier in Bray-Dunes am Wasser total herrlich. Aber ich muss weiter, will ja schließlich irgendwann noch die Bretagne erreichen.

In 40 Minuten bin ich in Calais.

Der Stellplatz ist schlicht und einfach, natürlich lange nicht so schön wie früher der an der Hafeneinfahrt direkt am Wasser.

Calais hat sich ganz schön verändert, bis auf die Betonburgen…

den Strand…

die Badehäuser…

und die Innenstadt und das alte Fort am alten Hafenbecken…

Die Promenade wurde völlig neu gestaltet…

und neu der Platz an der Hafeneinfahrt, wo früher der Stellplatz war.

Eigentlich wollte ich auf der Promenade eine Kleinigkeit essen, aber die Restaurants haben fast alle zwischen 14:00 und 18:00 Uhr geschlossen und die, die durchgehend geöffnet haben, bieten zu dieser Zeit nur kleine Snacks an.

Also Spaghetti Aglio Olio.

Le Tréport

Freitag, 11.09.2026

Heute Morgen ist Schmuddel-Wetter, immer wieder Regen und Sonne im Wechsel. Aber ich schaffe es, trocken zur Boulangerie.

Bevor’s zum Camping Paradis Les Boucaniers in Le Tréport geht, kaufe ich noch im Supermarkt frisches Gemüse und Kräuter ein – und zur Tanke auch noch.

Zwischendurch schauert es immer mal wieder, also wird gekocht, Ratatouille mit Camembert und Kräutern der Provence.

Es reicht für zwei. Für die frischen Zutaten und den Wein habe ich knapp 30,00 € bezahlt, dafür kann ich eigentlich auch essen gehen. Aber es schmeckt einfach nur super lecker und das Gemüse putzen und kokeln bringt Spaß – bis auf den Abwasch!

Gegen Abend muss ich noch in den Ort …

und an die Alabasterküste.

Musste heute mehrfach daran denken, daß wir vor 25 Jahren am 11.09.2001 in der Toskana auf einem von vielen Amerikanern besuchten Campingplatz in Figline Valdarno waren.

Samstag, 12.09.2026

Heute Morgen sind nur 12°C. Aber ich muss draußen frühstücken, es ist einfach zu schön.

Die Duschen sind unterirdisch, es tröpfelt nur von kochend heiß bis lauwarm.

Im Ort ist Wochenmarkt.

Dann radel ich in den Nachbarort Mers-les-Bains. Dort gibt’s am Ende des kleinen hübschen Örtchens ein Restaurant direkt auf dem Kieselsteinstrand. Hier war ich letztes Jahr im Frühling. Vielleicht habe ich Glück und bekomme dort wieder einen Platz.

Das Restaurant Les Mouettes öffnet gerade und ich ergatter sogar einen Platz in der ersten Reihe. Kurze Zeit später ist wieder alles komplett voll, wie letztes Jahr. Und die Speisen sind noch köstlicher geworden. Man ej, ich werde zu dick, aber es ist einfach zu geil hier!

Voll gefuttert geht’s zurück zum Camping­platz.

Mers-les-Bains ist einfach nur hübsch und toll zum Schlendern. Aber nu gibt’s Bundesliga und morgen will ich weiter. Mal gucken, wo ich Sonntags etwas finde.

Le Mont-Saint-Michel

Sonntag, 13.09.2026

Ich will heute durchziehen bis kurz vor die Bretagne zum Mont-Saint-Michel, das sind 340 km. Um kurz vor 13:00 Uhr bin ich da. Ich fahre nicht auf den Camping­platz, der kostet mittlerweile 26,50 € plus 11,50 € Eintritt für die Sperrzone. Ich steuere den Camping Car Park Stellplatz 2, 5 km südlich der Brücke zum Mont-Saint-Michel an. Hier bezahle ich 18,10 € pro Tag und kann bequem über die App buchen.

Von der Autobahn aus konnte ich den Klosterberg schon mal sehen, vom Stellplatz aus leider nicht. Morgen will ich ihm einen Besuch abstatten und heute am späten Nachmittag zur Aussichtsplattform radeln.

Gleich neben dem Stell­platz ist ein kleiner gut sortierter Supermarkt. Da kaufe ich fürs Mittagessen ein.

Fußball Bundesliga muss ich auch noch gucken …

und dann zur Aussichtsplattform, den Mont-Saint-Michel anschauen.

Bevor es zurück geht, schaue ich nochmal beim Campingplatz vorbei.

Montag, 14.09.2026

Nach dem Frühstück geht’s zum Klosterberg.

An den Haltestellen für die Shuttlebusse stehen Massen von Menschen, und das am Montag Morgen um kurz nach 09:00 Uhr. Deshalb fahre ich mit dem Fahrrad weiter über den Damm. Auf dem breiten linken Fußweg darf man das und noch ist da auch nicht viel los.

Es ist Flut und der Fahrradparkplatz direkt am Mont ist gerade so noch erreichbar.

Es ist doch schon ganz schön voll.

Auf kleinen Gassen geht’s kreuz und quer hin und her.

Die Gerätschaften für ein Konzert oben in der Abtei müssen außen mit einem Seilaufzug hoch transportiert werden.

Der Weg hoch in die Abtei ist noch gesperrt.

In die Hauptgasse mit den Chicki-Micki-Läden muss ich doch noch mal kurz.

Dann wieder auf Nebenwege …

Aber es wird langsam einfach zu voll. Gegen 11:00 Uhr trete ich den Rückmarsch an. Allerdings mit dem Fahrrad auf der Straße, was eigentlich nicht erlaubt ist. Aber der Fußweg ist einfach zu voll und ich bin auch nicht der einzige.

Der Mont-Saint-Michel ist schon gigantisch und immer wieder einen Besuch wert. Es sind halt täglich zwischen 10.000 und 30.000 Besucher dort – Wahnsinn.

Auf dem Stellplatz erstmal Siesta – und dann muss Skotti ran.

Hier auf dem Stellplatz ist der Teufel los, alles voll. Laut App sind von 180 Plätzen 0 frei. Mal sehen, wie’s mir morgen in der Bretagne ergeht !!!

Abends nochmal zum Berg.

Cap Fréhel

Dienstag, 15.09.20269

Heute Morgen ist es neblig und die Boulangerie hat zu. Davor steht ein Baguette Automat, der ist mir dann doch irgendwie suspekt.

Lieber zum Supermarkt.

Nach dem Frühstück geht’s in die Bretagne zum Cap Fréhel. Dort gibt’s einen Camping­platz Munici­pal in den Dünen mit Strandzugang. Vielleicht ist das ein Ersatz für unseren Lieblingscampingplatz im Nordwesten der Bretagne, der leider seit 07.09.2026 schon geschlossen hat.

Er ist nicht ganz so kuschelig, aber auch sehr schön. Und ich muss gleich erstmal an den Strand und natürlich in die Fluten.

Die Sanitär­anlagen sind sehr schlicht, aber sauber.

Es gibt sogar eine kleine Bar.

Viele Leute sind hier auf dem Platz völlig überfordert. Sie irren planlos rum, steigen aus, laufen hin und her, Paare motzen sich an. Es gibt halt keine festen Parzellen, man kann stehen wo man will – ich könnte da stundenlang zuschauen !!!

Zum Cap geht’s morgen. Heute ist faulenzen und was kochen angesagt.

Spaghetti Aglio Olio ala Cap Fréhel

Und dann nochmal an den Strand, es ist Ebbe und fast Niedrigwasser.

Bei einem Ehepaar hatte ich beim Muschel sammeln zugeschaut, bis mich der Mann ansprach und mir zeigte, welche Muscheln er sammelt. Die sind wohl sehr köstlich. Es war ein Mix aus Französisch und etwas Deutsch. Man muß sie 9 bis 10 Minuten bei voller Energie kochen mit ganz viel Knoblauch und Zwiebeln und einem Glas Weißwein. Dann musste ich auch welche sammeln, in meine Taschen stecken, und er und seine Frau wünschten mir einen Guten Appetit.

Im Internet habe ich dann nochmal alles nachgelesen, da ich mir nicht sicher war, ob ich alles richtig verstanden hatte.

Boah, waren die lecker. Das Fleisch war zwar kleiner, als bei denen im Restaurant, aber viel knackiger und köstlicher.

Nochmal eine Runde über den Camping­platz.

Der Platz ist riesig, irgendwie kann ich doch die Leute verstehen, die sich nicht entscheiden können.

Mittwoch, 16.09.2026

Ab 08:30 Uhr gibt’s an der Bar Croissants.

Heute steht Kultur an. Nach einem kurzen Schauer geht’s los. Erste Station Fort la Latte.

Weiter zum Cap Fréhel.

Nach einer Siesta wird gebrutzelt.

… und nochmal an den Strand.

Lermot

Donnerstag, 17.09.2026

Nochmal frühstücken am Cap Fréhel und dann weiter.

In 40 km habe ich auf einem Camping­platz gebucht, direkt an der Steilküste mit eigener Terrasse. Vorher erst noch in den Supermarkt.

… und dann will ich noch mitten im Nirgendwo im Muschel-Restaurant La Moulerie de la Baie zu Mittag essen. In dem kleinen Restaurant geht es ab 12:00 Uhr los, ich muss mit anderen noch warten, aber dann innerhalb kürzester Zeit ist das Restaurant komplett voll und viele müssen wieder abgewiesen werden. Die Austern und die Muscheln sind Sau lecker.

Der Campingplatz Bellevue Mer bietet einen bombastischen Blick auf die Baie de Saint-Brieuc.

Es ist Schietwetter, aber die Sonne luschert zwischendurch immer mal wieder zwischen den Wolken hervor und dann geht’s an den Strand.

Auch hier könnte ich Muscheln sammeln, die sind aber alle zu klein, unter 4 cm!

Die Austern-Fischer sind unterwegs.

Gegen Abend ist Niedrigwasser und die gesamte Bucht ist fast leer gefallen – irre was für eine Tide!

Morgen geht’s an die Südküste, mal schauen, ob das Wetter dort etwas beständiger ist. Hab in Concarneau für 2 Tage gebucht.

Concarneau

Freitag, 18.09.2026

Zum draußen frühstücken ist es heute Morgen zu kalt, 12°C.

Gleich um die Ecke oberhalb des Strandes von Lermot gibt es einen kostenlosen Stellplatz mit einem fantastischen Blick auf die Badebucht.

Unterwegs noch in einen Supermarkt.

… und dann nach Concarneau zum Campingplatz du Moulin d’Aurore. Hier hat sich in den letzten 13 Jahren nichts verändert. Die Hortensien blühen nicht mehr, aber Madame begrüßt alle Camper freundlich in der Bar. Seinen Platz darf man wie schon damals frei wählen.

Zum futtern gibt’s eine Pfanne Garnelen.

Ich muss noch rüber auf die Altstadt-Insel. Natürlich mit der kleinen Fähre. Die kostet mittlerweile 1,50 € je Fahrt. Pro Überfahrt dürfen insgesamt auf der Fähre 2 Fahrräder mitgenommen werden.

Auch in der Altstadt hat sich nach 13 Jahren nichts verändert, vielleicht gibt es mehr Chicki Micki Läden.

Auch das Restaurant L’Amiral, wo Commissaire Dupin immer nach einem gelösten Fall sein Entrecôte bekommt, gibt es noch.

Dann zurück zum Camping­platz.

Samstag, 19.09.2026

Die Boulangerie ist gleich nebenan.

Heute muss ich endlich ein Entrecôte bekommen. Ich versuche es im L’Admiral. Da ist die Hölle los. Und ein Entrecôte mit Kartoffelecken !!! zu dem exklusiven Preis würde selbst Kommissar Dupin nicht verspeisen. Also in die Ville Close ins Restaurant La Porte Au vin.

Zurück Fußball gucken.

Ich darf nicht mehr so viel Averna trinken, den kann man hier nicht kaufen. In Frankreich gibt’s keine Italienischen Produkte, bis auf Pizzen und Spaghetti. Selbst der Parmesankäse ist aus Französischer Produktion, heißt aber trotzdem Parmesan. Die spinnen die Franzosen.

Eine Runde ans Wasser muss ich noch drehen.

Port-Louis

Sonntag, 20.09.2026

Hier ist alles eine Stunde später, der Sonnenaufgang ist erst gegen 08:00 Uhr und der Sonnenuntergang gegen 20:15 Uhr.

Es geht 66 km weiter nach Port-Louis. Ich habe dort gestern in der Camping-Car-Park App einen Stellplatz gebucht.

Der Platz ist kuschelig. Er ist im Sommer ein Camping­platz Munici­pal und ab September bis Ostern ein Stellplatz, der durch das Unternehmen Camping-Car-Park betreut wird. Das Sanitärhaus ist in dieser Zeit geschlossen.

Gleich nebenan ist noch ein weiterer ganzjähriger Stellplatz von Camping-Car-Park, der ist aber nicht so schön.

Der gesamte Ort war früher eine Festung mit einer Zitadelle.

Beim Stellplatz ist ein alter Brunnen mit einem überdachten Waschplatz.

In unmittelbarer Nähe zum Stell­platz vor den Stadtmauern liegen mehrere kleine Strände.

Es gibt einen riesigen Yachthafen.

Eigentlich wollte ich Grillen. Dann entdeckte ich aber das Moules & Compagnies.

Zurück geht’s durch die hübsche Einkaufsstraße Grande Rue.

Nach dem Fußballspiel von Pauli muss ich erstmal in die Fluten mich abkühlen.

Irgendwie habe ich mich in diesen kuscheligen kleinen Ort verliebt. Ich glaube aus der Weiterfahrt morgen wird nix.

Montag, 21.09.2026

Der kleine Lebensmittel Laden um die Ecke hat Montags zu. Somit radel ich zum Intermarché in 3 km Entfernung, vorbei an einem 3. Stell­platz, er liegt direkt am Strand, ist aber sehr eng.

Nach dem Einkauf zurück.

Ich schaue mir noch die Zitadelle genauer an, aber auf eine Besichtigung habe ich keinen Bock. Zumal als Eintritt auch 10,00 € verlangt werden.

Und dann darf Skotti ran.

Abwasch geht noch nicht, erstmal Siesta.

Dann in die Fluten.

Vannes

Dienstag, 22.09.2026

Heute geht’s nach Vannes, eine Stadt mit 55.000 Einwohnern am Golf von Morbihan. Ich habe auf dem Stellplatz Aire Camping-Car Park gebucht.

In die Innenstadt geht’s am Kanal La Marle entlang bis zum Yachthafen Balade de la Marle.

Der Fischmarkt wird leider bei meinem Eintreffen gerade geschlossen.

Also geht’s über den Place des Lices

… zur Markt­halle.

In den schmalen Seitengassen gibt’s ganz viele kuschelige Restaurants.

Aber alle wollen mich als Einzelperson in irgendeine hintere Ecke verfrachten – der Touri-Hype lässt grüßen – schäbig, schämt euch ihr Franzosen !!! Erst im Chez La Mère 6 Sous finde ich einen schönen Platz.

… weiter durch enge Seitengassen

… zur Festung Vannes.

Auf der Rücktour entdecke ich sogar Boule Spieler.

Nach einer kurzen Pause brauche ich eine Abkühlung am Plage de Conleau auf der angrenzenden Halbinsel.

Großstadt ist mal ganz hübsch, aber morgen muss ich in die Salzfelder La saline de «la cabane bleue».

La Tur­balle

Mittwoch, 23.09.2026

Heute geht’s Richtung Salzfelder.

Ich habe auf dem Stellplatz Aire Camping-car Park La grande falaise in La Turballe gebucht.

Damals auf unserer Bretagne Tour 2009 standen wir nebenan auf dem Campingplatz, der hat aber schon zu. Auch hier hat sich eigentlich nicht viel verändert.

Damals …

Heute …

Mein letzter Primitivo !!!

Nach einer ausgiebigen Siesta muss ich in die Fluten.

Eigentlich wollte ich erst morgen in die Salzfelder, aber irgendwie zieht es mich dahin – schon beeindruckend!

Abendspaziergang

Donnerstag, 24.09.2026

Hier auch zum Bäcker zu weit.

Heute geht’s in die City von La Tur­balle.

Im Cap 270 gibt’s ein Entrecôte.

Der ehemalige Camping­platz Munici­pal nebenan hat nicht zu, er hat bloß keine Stell­plätze mehr für Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte. Er wurde mit Mobilheimen zugepflastert – bringt natürlich mehr Kohle! Wenn du da Abends angeheitert aus dem Restaurant zurück kommst, findest du deine Bretterbude bestimmt nicht mehr wieder, obwohl alle Wege skurrile Namen haben !!!

Nach einer Pause ans Meer.

Einfach nur HERRLICH !!! Vielleicht das letzte mal in diesem Jahr.

Gegen Abend muss ich nochmal ans Wasser.

Le Vivier-sur-Mer

Freitag, 25.09.2026

zum Frühstück ist es noch düster.

Heute geht’s langsam wieder Richtung Heimat, also gen Norden auf den Stell­platz in Le Vivier-sur-Mer.

Gleich nebenan ist ein tolles Restaurant Au bouchot. Die Austern sind sowas von frisch und die Moules Roquefort sind mit richtigen Käse zubereitet, nicht wie sonst mit einer Paste – lecker !!!

Hinterm Restaurant ist ein riesiger Austern-Hof.

Nachmittags geht’s an der Küste entlang.

Ich radel bis nach Saint-Benoît-des-Ondes. Hier waren wir mehrmals auf dem Campingplatz Munici­pal, der hat jetzt aber leider schon zu.

Damals 2017

Heute 2026

An dem Austern-Laden Le Chat Lent sind wir damals schon nicht unbeschadet vorbei gekommen.

Einen Stellplatz gibt’s hier jetzt auch.

Zurück

lecker eingelegte Garnelen.

Quistreham

Samstag, 26.09.2026

Die Boulangerie hat zu. Und dann ist Chaos an der Ausfahrtschranke, sie öffnet sich nicht, der Terminal ist kaputt. Jeder der raus will muss beim Kundenservice anrufen und der öffnet sie dann aus der Ferne. Laut Rezessionen im Internet ist das Problem wohl schon ziemlich lange bekannt! Auch ich muss telefonieren und die Schranke öffnet sich recht schnell.

Es geht in die Normandie nach Quistreham Plage. Der Stellplatz ist ganz ok und schön zentral. Da morgen Sonntag ist, bleibe ich morgen auch noch hier, ich habe keine Lust auf Such-Chaos.

Hinterm Stellplatz legt die England Fähre an.

Dann erkunde ich die nähere Umgebung und einkaufen muss ich auch noch. Der große Strand nebenan heißt Beach Riva Bella. Die Saison ist aber zu Ende und er ist menschenleer.

Zum Schlemmen habe ich mir Garnelen mitgebracht.

Am späten Nachmittag radel ich noch an den Kanälen entlang.

… und entdecke einen Fischmarkt, da muss ich morgen früh hin.

Sonntag, 27.09.2026

Für 2 Stunden hat gestern Abend die Fähre Mont-Saint-Michel hier fest gemacht und die ganze Zeit bei dröhnenden Motoren einen riesigen Haufen Dreck in Luft geschleudert. Die anderen Fähren waren irgendwie leiser.

Endlich wieder eine geöffnete Boulangerie.

Der Fischmarkt ist gleich nebenan.

Für heute Mittag Moules.

Aber erstmal ist Kultur angesagt. Ich besuche das Atlantikwall Museum, einer der ehemaligen Führungsbunker – schon ganz schön beklemmend!

Unten geht’s los mit dem Maschinen- und Filterraum …

… dann die Ebene mit der Krankenstation

… der Führerraum

… die Ebene mit dem Bereitschaftsraum

… der Planraum

… die Etage mit dem Ausguck

… und ganz oben, über eine Leiter zu erreichen, die Aussichtsplattform.

Im Außenbereich steht unter anderen das Landungsboot aus dem Film „Der Soldat James Ryan“.

Ich muss auch noch aufs Rad an der Küste entlang – was fürn toller Radweg, immer mit Meerblick und viele alte Villen.

… noch einen Schlenker zum Wochenmarkt, eine Stange Lauch für die Muscheln.

Boah, wat lecker !!!

Gegen Abend fängt’s an zu pieseln.

Cayeux-sur-Mer

Montag, 28.09.2026

Es ist dunkel, nasskalt und pieselt.

Eigentlich wollte ich noch an die Alabasterküste. Aber bei dem Scheißwetter mache ich lieber Strecke und lande in knapp 3 Stunden in Cayeux-sur-Mer auf dem heute Morgen gebuchten Stellplatz Air Camping Car Park.

Kurz nach meiner Ankunft hört’s auf zu regnen und es geht erstmal an den Strand.

… und in den Ort.

Ich finde 2 Boulangerien. Mal schauen, welche morgen früh auf hat.

In Cayeux-sur-Mer waren wir auf unserer Bretagne Tour 2009 zuletzt. Es hat sich nix, aber auch garnix verändert. Zur Zeit ist der Ort tot, keine Saison.

Kleiner Snack zwischendurch

Es soll noch 2 bis 3 Stunden trocken bleiben, das muss ich ausnutzen. Ich radel an der Küste entlang zu dem Campingplatz wo wir 2009 waren.

Auch hier hat sich garnix in 17 Jahren verändert.

Und zurück …

Im Ort hatten viele Restaurants geschlossen und die paar offenen sagten mir alle nicht zu – also wird gekocht.

Spaghetti Aglio Olio, zur Not auch mit Weißwein

Merlimont Plage

Dienstag, 29.09.2026

Schon in der ersten Boulangerie wurde ich fündig.

Das Wetter soll Heute nochmal ganz schön werden. Deshalb geht’s 60 km weiter nach Merlimont Plage. Vielleicht kann ich ja sogar nochmal in die Fluten. Der Stellplatz ist am Ortsrand ca. 400 m vom Strand entfernt.

Das Wasser ist noch ziemlich weit weg.

Also in den Ort was futtern. Auch hier ist die Saison vorbei, der Ort ist verwaist, dass Meiste hat zu. Aber ganz schön so, was hier wohl im Hochsommer los ist.

Im Restaurant L’Ambiance gibt’s noch was – und sehr lecker, Moules au Maroilles.

Bis zum Hochwasser gönne ich mir noch eine Pause.

Ans Wasser und in die Fluten.

Späten Nachmittag ins Watt.

Bray-Dunes

Mittwoch, 30.09.2026

Alle Boulangerien haben zu und es ist sowieso Schietwetter.

Bray-Dunes war meine erste Station in Frankreich und soll jetzt auch mein letzter Tag in Frankreich werden. Leider ist auch hier Schietwetter.

Gegen Mittag regnet es etwas weniger, also los. Der Ort ist noch toter als vor 3 Wochen. Das Restaurant La Dune à L’Envers, wo ich zuletzt war, hat zu. Obwohl im Aushang steht, dass sie Mittwoch mittags und abends geöffnet haben.

Ich schaue auf der Promenade, wo die Leute so hingehen. Mehrere Pärchen gehen nebenan ins Restaurant Du Casino. Als dann noch 3 Männer direkt vom Strand laut diskutierend dort rein marschieren, gehe ich auch dorthin. Oben sind alle Fensterplätze schon belegt, aber unten bekomme ich noch einen Platz mit Blickauf’s Meer.

Nochmal ein Entrecôte.

Trotz Regen muss ich einfach ein letztes mal ins Watt.

Dann mach ich mirs am Womo gemütlich.

In einen Französischen Supermarkt muss dann aber auch nochmal.

Heusden

Donnerstag, 01.10.2026

Keine Boulangerie mehr offen, erst im Nachbarort. Das ist mir zu weit.

Es geht quer durch Belgien in die Niederlande bis zum tollen Stellplatz in Heusden. Hier war ich letztes Jahr auf der Rückfahrt auf meiner Frankreich Frühlings Tour auch. Der Platz ist einfach sensationell.

Auch der Ort ist wunderhübsch.

Und auch hier im Restaurant Eetcafé Havenzicht hatte ich letztes Jahr den Havenzicht Burger.

Dann zum Womo die Aussicht genießen.

Eigentlich war mein Plan, an der Weser entlang nach Hause zu fahren. Aber irgendwie ist mir jetzt doch mehr nach Strand – und ich bekomme tatsächlich noch einen Strand-Stellplatz in Bensersiel, obwohl Samstag ein Feiertag ist.

Bensersiel

Freitag, 02.10.2026

Heute Morgen musste ich das erste Mal die Heizung an schmeißen, 8°C – aber ein toller Sonnenaufgang. Der Bäcker macht leider erst um 09:00 Uhr auf, zu spät für mich.

Auf dem Weg Richtung Nordsee lege ich in Rhede an der Ems einen Stopp ein. Ich will tanken und einkaufen. Um 11:35 Uhr bin ich an der Tankstelle. Ich habe extra eine ausgesucht, die keinen direkten Zugang aus den Niederlanden hat. Trotzdem ist es hier gerammelt voll, nur gelbe Kennzeichen. Für die Niederländer ist gerade Wheinachten, Diesel tanken in Deutschland ist 60 Cent pro Liter billiger als daheim. Und ich finanziere das mit meinen Steuergeldern !!!

Ich überlege kurz, ob ich weiter fahre. Habe aber Glück und bin kurz vor 12:00 Uhr noch dran.

Der Campingplatz in Bensersiel ist einfach nur geil. Ich liebe es, vorm Deich auf dem Strand zu stehen, die Füsse im Sand und das Womo voll Sand.

Erstmal ins Watt.

Dann darf Skotti ran.

Und nochmal ins Watt.

Samstag, 03.10.2026

Es ist arschkalt, 7,7°C. Aber es ist einfach zu schön, und dick eingemummelt geht’s.

Heute an meinem letzten Bretagne-Tour Tag ist faulenzen angesagt, außerdem habe ich meinen Murakami noch nicht durch.

… und ins Watt.

Auf’s Rad muss ich dann doch nochmal, am Deich entlang nach Dornumersiel mit seinem kleinen Fischerei­hafen.

… die sind noch aus Frankreich.

Am Strand ist es heute voller.

Sonntag, 04.10.2026

Es geht nach Hause, Mia hat Geburtstag.

Fazit

Die Anfahrt über Moers war eigentlich ganz ok. Der Stell­platz ist geräumig und man kann ihn buchen. Er liegt günstig an der Autobahn und in City Nähe. Aber die Fahrt von Hamburg bis dorthin ist einfach nur ätzend, 5 1/2 Stunden für 380 km. Elefantenrennen, Baustellen ohne Ende, Mega Stau um Bremen und das Ruhrgebiet eine einzige riesige Blechlawine. Über Holland ist es doch ein einfach wesentlich entspannteres Fahren.

Auch in 3 Etappen nach Frankreich bis Bray-Dunes ist gut machbar, 3x knapp 300 km.

An der Alabasterküste in der Normandie bin ich vorbei gefahren. Ich wollte ja auch in die Bretagne. Auf der Rückfahrt sollte dort noch mindestens ein Stopp eingelegt werden. Allerdings war dann auf dem Heimweg das Wetter dort zu schlecht – schade, ich hätte doch einen Stopp machen sollen!

Bis in die eigentliche wilde und raue Bretagne im Nordwesten bin ich nicht gekommen. Cap Fréhel war noch ok, ich konnte sogar noch baden. Dann schlug das Wetter aber um, es wurde nass und es wehte ein eisiger Wind. Und es sollte die nächsten Tage so bleiben. Für den Süden der Bretagne waren die Prognosen wesentlich besser, Sonne und weit über 20 °C. Also runter in den Süden, es sind auch nur gute 100 km. Die Entscheidung war genau richtig. Ich hatte hier fast 2 Wochen lang Badeurlaub, und das Ende September.

Außerdem hatte dort im Nordwesten unser Lieblingscampingplatz in den Dünen seit Anfang September schon geschlossen. Der Camping Municipal beim Cap Fréhel war fast ein Ersatz nur nicht so kuschelig. Er ist schlicht und einfach, liegt direkt an einer tollen großen Badebucht in einem riesigen Dünengelände und man kann stehen wo man will.

Insgesamt 4 tolle Wochen mit viel Muscheln, Austern, Garnelen und ab und an ein Entrecôte – wenn bloß diese lange Anfahrt nicht wäre (und das bei den Spritpreisen!!!).