Côte d’Azur 2026

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19.04. – 12.05.2026
Eu­tinGöttingenEderseeBad BellingenAix-les-BainsVaison-la-RomaineCarroCavalièreCervoLörrachDrusenheimBingenSt. GoarRintelnHamburgEu­tin

Ich muss wieder los! Wohin weiß ich noch nicht so genau, irgendwie Richtung Süden. Geplant war seinerzeit eine Südfrankreich Tour. Aber bei den Spritpreisen ???

Göttingen

Sonntag, 19.04.2026

Eigentlich wollte ich Montag starten, nach Hamburg zu meiner Schwester. Als ich Heute gegen Mittag auf dem Stellplatz am Museumshafen in HH Oevelgönne anrufe, ist dort heute und auch noch morgen alles belegt. Und auf der Live-Webcam kann ich erkennen, dass der Stellplatz Sankt Pauli Strand proppenvoll ist. Son Shit !!!

Vor lauter Frust entscheide ich mich heute schon los zufahren, Strecke machen ohne die nervigen Lkw, also Womo beladen und los geht’s. In und um Hamburg ist es ziemlich voll, der Elbtunnel ist dies Wochenende ja auch gesperrt. Laut Navi verliere ich 22 Minuten. Aber dann komme ich gut voran und hinter Hamburg kommt die Sonne hervor. Gegen 16:30 Uhr bin ich in Göttingen, das reicht erstmal.

Und dann zum Griechen, was futtern.

Morgen soll’s hier in der Gegend trocken bleiben und das Wetter langsam besser werden. Als nächste Station habe ich mir den Wohnmobilpark am Edersee rausgesucht, bis dort hin sind’s ca. 100 km.

Edersee

Montag, 20.04.2026

Nach dem Frühstück nochmal Einkaufen und weiter. Tanken muss ich auch nochmal, soll ja wieder teurer werden.

Für 101 km brauche ich etwas über 2 Stunden. Auf der BAB A7 ist eine Vollsperrung und die Umleitung geht über Feldwege quer durch den Wald. Der Wohnmobilpark & Edersee ALM ist ganz hübsch mit einem irren Blick auf den See.

Zum Mittag geht’s auf die Alm.

Nach einer ausgiebigen Siesta schwinge ich mich nochmal aufs Rad, aber bis zur Edertalsperre ist es mir dann doch zu weit, es bläst ein kalter Wind.

Zum Aufwärmen geht’s unter die Dusche.

Bad Bellingen

Dienstag, 21.04.2026

Ich will endlich nachts ohne Heizung schlafen – und draußen vorm Womo frühstücken !!! Ich mache heute Strecke. Ins Navi gebe ich die Stell­plätze in Ladenburg Höhe Mannheim und den kurz vor der Schweiz in Bad Bellingen ein. Das sind 2 Etappen von jeweils knapp 250 km. Wenn ich gut durchkomme und entsprechend Lust habe, kann ich Ladenburg löschen und durchfahren.

Um 13:30 Uhr bin ich in Bad Bellingen, hier war ich erst vor 2 Monaten auf meiner Italien-Tour. Der Stell­platz ist voll belegt !!! Vor der Schranke gibt’s noch ein paar Plätze ohne Strom, den brauche ich ja sowieso nicht. Die Plätze sind nicht schön, aber ich habe keine Lust mehr auf weiterfahren, außerdem sinds nur noch 20 km bis zur Schweizer Grenze.

Nachmittags gibt’s einen Flammkuchen mit Räucherlachs im Das Park gleich nebenan – sehr lecker!

Morgen geht’s weiter durch die Schweiz Richtung Südfrankreich.

Aix-les-Bains

Mittwoch, 22.04.2026

Nach dem Frühstück tanken und los. Gute 300 km quer durch die Schweiz. Herrlich, kein Elefantenrennen, ab und zu mal ein LKW, das Überholen völlig easy. Auf den Autobahnen sind 120 km/h erlaubt, die überwiegende Mehrheit der Schweizer fahren zwischen 100 und 110 km/h, total entspannt. Die Gegend ist hübsch, viele Berge, grüne Wiesen und braune Kühe. Ein sauberes und adrettes Heidi-Land – nach spätestens 2 Tagen würde ich hier wahnsinnig werden. Aber zum durchfahren toll.

Gestern Abend bin ich durch Zufall auf den Stell­platz in Aix-les-Bains gestoßen, beim Reaktivieren meiner Camping-Car-Park App. Der Kurort mit dem größten Süßwasserhafen Frankreichs und der Stellplatz hörte sich gut an, ich hab gleich für 2 Tage gebucht. Und tatsächlich, ein toller typischer Französischer Stellplatz, keine Sanitär­anlagen, die hat man ja auch im Womo, dafür aber eine super Entsorgungsanlage und kuschelige ausreichend große Plätze.

Herrlich, erstmal ist nur faulenzen in der Sonne angesagt, zum Glück hatte ich im letzten Moment an meine kurzen Hosen gedacht.

… und grillen, kleine Würstchen und geröstetes Brot mit Knoblauch eingerieben, darauf Olivenöl und Meersalz – sehr lecker.

Am späten Nachmittag muss ich doch nochmal los in den Ort, eine Boulangerie für morgen früh suchen.

Der See mit der Promenade und den Häfen ist hübsch, ansonsten na ja halt ein alter Französischer Kurort.

Donnerstag, 23.04.2026

Endlich draußen frühstücken.

Gestern Abend war der Stellplatz voll. Heute Morgen leert er sich wieder recht zügig. Viele nutzen ihn wohl als Durchgangsplatz auf ihrer Fahrt in den Süden, dafür ist er auch ideal.

Im Nachbarort Le Bourget-du-Lac soll heute Wochenmarkt sein. Rauf aufs Rad und los direkt am See entlang.

Der große Wochenmarkt besteht aus genau 4 Ständen, einen Gemüsehändler, einen mit Käse, einen mit Klamotten und einen mit Honig, und dann noch einen Imbisswagen mit Grillhähnchen – na Super !!!

Am Stell- und Campingplatz von Le Bourget-du-Lac vorbei …

… und über den Bourget Hafen …

… geht’s zurück zum Womo …

… dann eine ausgiebige Siesta, danach einen kleinen Snack.

Einkaufen muss ich noch. Der erste kleine Supermarkt Carrefour Express war ein Reinfall. Er liegt direkt an einer riesigen Tankstelle und entsprechend war auch das Sortiment. In einem kleinen Sparmarkt wars dann super.

Eigentlich wollte ich gegen Abend essen gehen. Irgendwie hab ich aber keine Lust. Draußen vorm Womo sitzen ist einfach nur herrlich. Und außerdem habe ich noch Baguette von heute Morgen, irgendwie wird das Französische nicht wabbelig, es ist auch abends noch knackig.

Morgen geht’s weiter in die Provence. Ich hab schon gebucht !!!

Vaison-la-Romaine

Freitag, 24.04.2026

Beim Frühstücken bin ich am überlegen: Auf den gebuchten Campingplatz kann ich erst ab 14:00 Uhr rauf. Ich habe also noch viel Zeit und hier gibt’s nichts spannendes mehr. Warum nicht einfach mal ohne Autobahnen langsam durch die Gegend juckeln. Ich brauche dann zwar über eine Stunde länger, 250 km in 4,5 Stunden, aber eigentlich müsste es sich lohnen. Und tatsächlich, ich durchquere zwar 5000 Kreisel und etliche Serpentinen, aber die Landschaft ist einfach nur bombastisch. Ich muss auch mehrmals anhalten und die Aussichten genießen.

Und dann kommt die Provence in Sicht, leider blüht der Lavendel noch nicht. Ich muss sogar durch Grig­nan, eins unserer Lieblingsdörfer, der kleine kuschelige Campingplatz dort hat noch zu.

Der gebuchte Campingplatz Du Théâtre Romain in Vaison-la-Romaine ist schön, ich bekomme einen tollen Platz, sogar mit Sat-Empfang und gutem WLAN. In diesem Ort waren wir 1993 auf unserer Provence-Tour zuletzt mit der gesamten Familie.

Die Fahrt war toll, aber auch anstrengend. Heute wird nichts großes mehr gemacht. Ausruhen, Körperpflege und futtern, Italienisch in Frankreich!

Es gibt sogar einen beheizten Pool !!! Und vorne an der Rezeption wird Boule gespielt, mit lautstarken Diskussionen.

Und ab 18:00 Uhr gibt’s dort Pizza und Getränke. Ich habe jetzt bloß nicht rausbekommen, ob nur Montags und Freitags oder von Montag bis Freitag.

Das ist schon irre, und alles für 20,00 € die Nacht. Gegen Abend ist der Platz fast voll.

Samstag, 25.04.2026

Nach dem Frühstück radel ich zum Super U, um zu erkunden ob es dort eine Tankstelle gibt. Die ist zwar recht eng, aber mein Womo ist ja auch nur Mini.

Dann geht’s los den Ort erkunden. Auf das Römische Theater mit seinen Ausgrabungen habe ich keine Lust, da war ich ja auch erst vor 33 Jahren und es hat sich nichts verändert – die silbernen Köpfe sind neu!

In der Innenstadt ist Wochenmarkt.

… und weiter über die Römische Brücke in die mittelalterliche Oberstadt.

… und auch hier waren wir vor 33 Jahren, in der Pizzeria du Vieux Vaison. Auch die hat sich nicht verändert, nur die Pizzen waren dünner, sind aber immer noch lecker.

Dann spielt Pauli, danach muss ich mich erstmal im Pool abkühlen.

Morgen geht’s nicht weiter. Ich habe um einen Tag verlängert. Es ist einfach zu schön hier.

Sonntag, 26.04.2026

Heute am Sonntag mache ich nichts:

… nur ausgiebig frühstücken und später lecker Garnelen.

… baden in der Sonne und im Pool.

Zum Glück habe ich noch von früher meine total schicke stylische Badehose. Auch hier, wie in Frankreich immer noch üblich, darf man im Pool keine Badeshorts tragen.

… und zwischen­durch Fußball.

Morgen geht’s ans Mittelmeer.

Carro

Montag, 27.04.2026

Nach dem Frühstück geht’s los Richtung Mittelmeer.

Ich lande in Carro, auf einem riesigen Stellplatz direkt am Meer. Ich habe Glück und ergatter sogar einen Platz in der ersten Reihe. Die Plätze sind zwar schmal, aber lang, so dass man vorm Womo sitzen kann. Für 11,00 € ohne Strom und Sanitär­anlagen kann man bei der Lage nicht meckern.

Von den gut 10 Restaurants hier in Carro habe ich mir 2 rausgesucht. Aber denkste, alle haben noch dicht, hier ist noch tote Hose, obwohl der Stellplatz gerammelt voll ist. Geöffnet hat nur eine Boulangerie und ein kleiner Supermarkt, der hat aber nichts zum Grillen, wahrscheinlich leer gekauft. Also erstmal nur einen kleinen Snack.

Dann schwinge ich mich doch nochmal auf’s Rad, hier muss doch irgendwo was los sein. Gleich um die Ecke ist ein großer Badestrand Plage la couronne mit einer kleinen Promenade. Da bekomme ich im Restaurant U Spuntinu sehr leckere Moules Au Roquefort.

Natürlich muss ich ins Mittelmeer.

Und den felsigen Strand erkunden.

Wie’s morgen weiter geht, weiß ich noch nicht. Die nächsten Tage soll’s nicht mehr ganz so schön werden, es soll sich bewölken.

Cavalière

Dienstag, 28.04.2026

Zum Frühstück gibt’s ganz frische Croissants aus der kleinen Boulangerie.

Dann Start an die Côte d’Azur. Um Marseille ist der Teufel los, aber ich komme einigermaßen gut voran und lande schließlich in Cavalière. Der Stell­platz hat nicht so gute Bewertungen, aber ich finde ihn total ok, vor Allem schön dicht am Wasser.

Ich hab sogar ein ganz klein bisschen Meerblick!

Der Strand ist einfach nur geil.

… und noch geiler ist das Strand-Restau­rant La Voile de Cavalière. Ich esse Oktopus, sehr lecker!

… erstmal Pause.

Dann Baden im Mittelmeer. Gefühlt 16 °C, aber herrlich.

Der Ort ist ziemlich klein, hat aber einen riesigen Boule-Platz, mehrere kultige Restaurants am Strand, sogar ein paar Hotelburgen und in den umliegenden Berghängen viele Ferienhäuser.

… und eine Fahrrad-Straße mit einem Tunnel!

Ich glaube, ich bleibe morgen noch hier!

Mittwoch, 29.04.2026

Nach dem Frühstück wird geradelt.

Auf der gestern entdeckten Fahrradstraße geht’s nach Cavalaire-sur-Mer. Die Straße wurde auf einer ehemaligen Bahntrasse errichtet und ist einfach nur wunderschön mit tollen Ausblicken.

Cavalaire-sur-Mer ist ein touristisch geprägter etwas größerer Badeort.

Es ist Wochenmarkt.

Hier bekomme ich Katrins Thymianhonig – Lavendelhonig für Maren gibt’s leider nicht.

Dann zurück zum Womo.

Ich muss nochmal ins Restaurant La Voile de Cavalière, es ist einfach nur geil dort. Das Steak ist eine Wucht.

Nachmittags baden und faulenzen.

Donnerstag, 30.04.2026

Für’s 1. Mai-Wochenende hab ich ab morgen in Italien an der Ligurischen Küste gebucht. Mir heute noch irgendwo was suchen, hab ich keine Lust. Da bleibe ich lieber noch hier.

Nach dem Frühstück geht’s auf die Fahrradstraße in die andere Richtung.

… nach Le Lavandou.

Heute ist hier Wochenmarkt.

… ich erbeute sogar Lavendelhonig!

… und zurück.

… zum letzten mal in meine Lieblings-Strandbar.

Baden lass ich heute lieber, es weht ein frischer Wind. Ich dödel lieber noch im Ort rum.

Die 3 Tage in Cavalière waren schön!

Cervo

Freitag, 01.05.2026

Nach dem Frühstück breche ich in Richtung Italien auf. Die ersten 60 km entlang der Küste sind wunderschön mit fantastischen Ausblicken auf’s Meer. Dann muss ich aber auf die Autobahn A 8. Wäre ich weiter an der Küste entlang gefahren, hätte ich gute 6 Stunden gebraucht, so nur 3. Um Cannes, Nizza und Monaco komme ich gut rum, hier ist sonst die Hölle los, aber heute ist ja Feiertag. Das letzte Stück in Italien bietet dann wieder gigantische Aussichten auf’s Meer trotz Autobahn, deshalb fahren hier auch viele nur 80 km/h.

Der gebuchte Campingplatz Del Mare in Cervo ist kuschelig.

Er liegt direkt am Meer. Von hier aus blickt man auch auf die Altstadt von Cervo, die sich auf einen Berg schmiegt.

Das Restaurant des Campingplatzes muss ich auch gleich ausprobiert. Pizzen gibt’s erst Abends ab 18:00 Uhr und die Außen-Terrasse ist noch wegen des Windes geschlossen, trotzdem ganz ok.

Beim erkunden der näheren Umgebung entdecke ich, dass auch hier auf dem alten Bahndamm eine Fahrradstraße gebaut wurde, genial. Das muss die Tage genauer erforscht werden.

In Minimarkt des Campingplatzes noch Grundnahrungsmittel einkaufen und dann vors Womo.

Samstag, 02.05.2026

Die mittelalterliche Altstadt ist auf Grund der starken Steigung fast durchgängig Fußgängerzone mit engen Gassen und vielen steilen Treppen.

Eigentlich wollte ich in einem der Restaurants mit tollem Ausblick was essen. Aber beim Studium der Speisekarten war klar, heute gibt’s lecker Spagetti Aglio Olio am Womo.

Danach Fußball Bundesliga.

Die Pizza to Go hier vom Campingplatz ist garnicht so schlecht.

Sonntag, 03.05.2026

Nach dem Frühstück geht’s auf die Fahrradstraße nach Marina di Andora. Die Straße selbst ist bei weitem nicht so schön wie die in Cavalière. Sie ist recht trist und viele Fußgänger und Jogger sind hier unterwegs.

Der Badeort Marina di Andora ist potthässlich. Überall gruselige Betonburgen, die wurden zwar bunt angemalt, sind aber trotzdem unterirdisch hässlich. Der Strand ist komplett abgesperrt, alles Privatstrände der Hotels.

Ich muss hier weg, wieder zurück und noch einen Abstecher in die andere Richtung nach Diano Marina.

Der Ort ist nicht ganz so übel, aber auch nicht viel hübscher.

Abschieds-Essen im Campingplatz-Restaurant – ich darf auf die Terrasse.

Dann Fußball.

In der nächsten Woche soll’s hier wettertechnisch kritisch werden. Daher geht’s morgen Richtung Norden.

Lörrach

Montag, 04.05.2026

Nach dem Frühstück geht’s weiter, langsam Richtung Heimat. Heute erstmal bis Lugano in der Schweiz. Da mein Handyvertrag in der Schweiz nicht funktioniert, habe ich Gestern extra einen Datenpass für die Schweiz gebucht, damit ich zumindest WhatsAppen kann und auch zum Fahrradfahren brauche ich eine Navigation.

Kurz hinter der Schweizer Grenze geht dann garnix mehr, keine Internetverbindung. Auch Google Maps verabschiedet sich kurz vor der Abfahrt nach Lugano, obwohl ich die Offline Karte heruntergeladen hatte. Na klasse, da kann ich nicht mal mehr den Stell­platz in Lugano finden. Ich bleibe erstmal auf der Autobahn Richtung Gotthardtunnel. Nach 50 km kommt dann endlich ein Rastplatz.

Im Spam-Ordner finde ich eine Email von gestern Abend, der Datenpass kann jetzt freigeschaltet werden – toll. Aber wie jetzt hier, ohne Internet ???

Google Maps bekomme ich mit der Offline Karte wieder zum Laufen. Zurück will ich nicht mehr, in knapp 3 Stunden bin ich in Deutschland.

Aber, vorm Gotthardtunnel ist ein Mega Stau, 2 Stunden Stop and Go, son Schei… Nach 8 Stunden bin ich dann endlich in Deutschland auf dem Stellplatz in Lörrach, unmittelbar neben einem Campingplatz – es beginnt zu regnen!

Der Parkscheinautomat ist abgeklebt mit dem Hinweis, doch bitte an der Rezeption des Campingplatzes zu bezahlen. Dort hängt ein Schild „komme gleich wieder!“. Nach gut 10 Minuten kommt dann auch jemand! Als ich zum Womo zurück komme, hängt da ein großer roter Zettel mit der Drohung, doch umgehend zu bezahlen !!! Ganz schön emsig hier die Jungs!

Die umliegenden Restaurants haben Montags Ruhetag! Also erstmal kleinen Snack und dann wird gekocht.

Ob ich morgen noch hier bleibe, weiß ich noch nicht – das Wetter soll hier morgen überall schlecht sein!

Drusenheim

Dienstag, 05.05.2026

Heute Morgen im Bett hatte ich mir in der Fahrrad-App eine kleine Brötchen-hol-Runde in Lörrach zurecht gebastelt. Regnen sollte es erst ab 08:00 Uhr. Als ich kurz vor 07:00 Uhr aufbrechen will fängt es an zu pieseln – denn nicht, ich habe ja noch Knäckebrot und Italienische Salami.

Der Großeinkauf im Supermarkt Kaufland scheitert. Der Parkplatz besteht aus einem doppelstöckigen überdachten Parkdeck, da komme ich natürlich mit dem Womo nicht rein. Und der kleine Parkplatz für höhere Fahrzeuge wird durch einen LKW blockiert, der gerade entlädt.

Irgendwie werde ich mit Lörrach nicht warm. Deshalb nichts wie weg hier. Getankt wird im nächsten Ort, da ist der Sprit auch 2 Cent billiger. Und dann geht’s weiter. 150 km das reicht für heute, bis auf einen Parkplatz direkt am Rhein. Allerdings auf der linken Rheinseite in Frankreich, in Drusenheim an der Rheinfähre. Hier dürfen Womos außer an Sonn- und Feiertagen für 24 Stunden stehen.

Zum Mittag geht’s in den kleinen Ort, ins Elsässische Restaurant Bim Buewele. Da gehen irgendwie alle hin, Bauarbeiter, Lkw-Fahrer und alte Leute. Es gibt auch ein Tagesmenü, aber ich kann nicht rausbekommen, was das alles ist, und mir fehlt der Mut, das einfach zu bestellen. Somit gibt’s ein Kalbsschnitzel, sehr lecker.

Noch eine schnelle Runde im Dorf und einkaufen.

Es nieselt immer mal wieder, ab ins Womo und den Ausblick genießen.

Gegen 16:30 Uhr kommt die Sonne raus und es soll für 2 Stunden trocken bleiben. Da komme ich doch noch zu meiner Radtour am Rhein entlang. Bis zu einem großen Yachthafen, der ist aber völlig verwaist und verrammelt. Komisch, eigentlich starten doch die Skipper am 1. Mai in die neue Saison?

Bingen am Rhein

Mittwoch, 06.05.2026

Heute Morgen kann ich vom Bett aus Schiffe gucken. Und dann gibt’s nochmal leckere Französische Croissants und Baguette.

Es geht weiter nach Bingen am Rhein. Ich habe den Stell­platz sicherheitshalber für 2 Tage gebucht, heute Bingen und morgen von hier mit der Fähre nach Rüdesheim.

Ab 14:30 Uhr soll’s regnen. Schnell ein Ankommensbier und los in die City.

Bingen ist einfach nur eine größere Stadt am Rhein. Die Rheinpromenade ist nicht sonderlich hübsch, vor allem zu dieser Zeit noch gänzlich verwaist. Ich hatte mir das Restaurant KAWAZEN rausgesucht. Draußen steht auch ein Schild, dass es geöffnet hat, aber alles tot, die Tür ist verschlossen.

Die Innenstadt ist auch nicht gerade schön und das 2. bei Google ausgekuckte Restaurant Winzerknabe ist auch verrammelt.

Am Speisemarkt finde ich schließlich eine offene Gaststätte Palais M.Oguz. Der Spargel mit Schnitzel ist ok.

Zwischenzeitlich hat es angefangen zu regnen. Um 13:45 Uhr soll’s eine Regenpause geben. Schnell bezahlen und los. Die Regenpause gibt es nicht, dafür einen heftigen Regenguss. Ich werde klitschnass.

Schnell zur Vorbeugung einen „Hustensaft“ und die nassen Sachen ins Badezimmer, in meinen Trockenschrank. Heizung an und nach einer halben Stunde ist alles wieder trocken.

Dann die Markise raus als Regenschutz, es soll den Rest des Tages so bleiben.

Donnerstag, 07.05.2026

Nach dem Frühstück geht’s zur Fähre.

… rüber nach Rüdesheim am Rhein.

… Richtung City Rüdesheim in die berühmte Drosselgasse.

… in der Altstadt gibt’s sogar Käthe Wohlfahrt.

… und da entdecke ich die Seilbahn Rüdesheim – das mach ich!

… oben angekommen geht’s zum Niederwalddenkmal.

… zum Restaurant Am Niederwald. Das hat zu, aber im Biergarten gibt’s bei diesem Wetter Glühwein.

… und mit der Seilbahn wieder runter.

Auch hier in Rüdesheim ist wenig los. Viele Restaurants haben sogar geschlossen. Der Stell­platz-Betreiber erzählte heute Morgen, dass sich viele seiner Kollegen über die mäßige Auslastung wundern würden, alle meinen, das läge wohl am hohen Spritpreis. Die Leute machen keine kurzen Ausflugstouren mehr. Ich begebe mich auf die Suche nach einem offenen netten Restaurant.

Hier gibt’s ein Ristorante Da Toni, aber die Speisekarte schreckt mich ab, zu voll und zu viel Firlefanz.

Im Café – Restaurant “Stadt Frankfurt“ werde ich fündig, das Hirschgulasch mit Spätzle ist für einen Touri-Ort ganz ok.

Dann zurück nach Bingen.

Hier muss ich noch das gestern wegen Regen ausgefallene Programm nachholen.

An der Rezeption des Stellplatzes bestelle ich für morgen noch Brötchen.

Abends kommt sogar die Sonne noch raus.

St. Goar

Freitag, 08.05.2026

Heute Morgen begrüßt mich die Sonne.

Es geht weiter Rhein abwärts. Auf dem Stell­platz in Bacha­rach wäre noch ein Platz vorne am Wasser frei, aber irgendwie ist mir das zu eng. Und der Handyempfang ist auch nicht so doll. Vielleicht habe ich in St. Goar Glück und erwische dort auf dem großen Campingplatz Loreleyblick noch einen Platz in der 1. Reihe. Und tatsächlich, der vorletzte Platz ganz vorne am Rhein ist meiner. Hier waren wir zuletzt auf unserer Elsass Tour 2023.

Zum Mittag wird gekokelt, Scampis mit ordentlich Knoblauch.

Für den Rest des Tages ist chillen und Schiffe gucken angesagt.

Irre was für ein Haufen von diesen schwimmenden Hotels hier unterwegs sind.

Samstag, 09.05.2026

Gegen 08:00 Uhr geht über der Loreley die Sonne auf. Ich bleibe noch, das Wetter soll toll werden und der Ausblick ist einfach nur geil.

Heute Morgen geht’s zur Burg Rheinfels. Der Anstieg ist ordentlich steil, auch mit meinem E-Bike muss ich ganz schön in die Pedalen treten, aber auf 2/3 gibt’s die Möglichkeit einer Pause.

Für die Besteigung des Turms soll ich dann 6,00 € bezahlen. Eine Besichtigung der inneren Burg ist nur in Verbindung mit einer Führung möglich, die aber erst heute abend mit einer musikalischen Führung möglich ist. Meine Frage an die Dame an der Kasse, ob ihr diese Auskunft jetzt peinlich ist, kann sie nicht wechseln.

Durch die Innenstadt geht’s dann zurück zum Camping­platz

Zu futtern gibt’s Spagetti Aglio Olio à la Loreley.

Dann ist Fußball gucken.

Pauli leider wieder mal verloren !!!

Eine Currywurst Pommes muss ich mir noch geben!

Rinteln

Sonntag, 10.05.2026

Heute am Sonntag will ich Strecke machen, auf jeden Fall den Ruhrpott hinter mir lassen.

Auf der Rheinautobahn A 61 fahre ich an dem Autocorso der Fans des Fußballclubs SV 07 Elversberg vorbei. Die sind auf dem Weg nach Düsseldorf, wollen dort einen riesen Schritt Richtung Aufstieg in die 1. Bundesliga machen (was allerdings gründlich in die Hose geht!).

Ich fahre bis Rinteln, hier waren wir zuletzt auf unserer Weser-Tour 2014, da war der Platz allerdings voll. Vor ein paar Jahren wurde der Wohnmobilstellplatz Rinteln neu hergerichtet. Nebenan ist gleich ein Biergarten.

Im Biergarten Weserdorf gönne ich mir einen BBQ-Burger, sehr lecker.

Gleich daneben direkt an der Weser gibt’s noch einen tollen Beach-Club zum chillen.

Damals machte Rinteln einen altbackenen Eindruck, aber ab sofort ist es für einen Zwischen­stopp an der Autobahn A 2 erste Wahl.

Dann faulenzen und Fußball gucken.

Eine Runde durch die Altstadt und über den Alten Markt mache ich dann doch noch.

Und zum Abschluss noch in den Beach-Club.

Für morgen habe ich in Hamburg im Museumshafen gebucht!

Hamburg

Montag, 11.05.2026

Nach dem Frühstück geht’s bei strömenden Regen nach HH Oevelgönne in den Museumshafen.

Für den kleinen Hunger schon mal ein Fischbrötchen, später dann mit Marlies zum Asiaten JA AN.

Abends Schiffe gucken.

Dienstag, 12.05.2026

Es ist einfach irre, was da nachts im Hamburger Hafen so los ist, insbesondere im Container Hafen

Neben dem Museumshafen ist ein kleines Café, ab 08:00 Uhr gibt’s da kleine leckere Croissants.

Dann geht’s nach Hause.

Hier muss ich erstmal die Heizung und Ole anschmeißen, und ich habe tatsächlich noch eine Flasche von meinem Lieblingswein.